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Sonntag, 21.08.2011 11:01

EuroDOCSIS 3.0: Kabelnetz-Ausbau kommt voran

aus dem Bereich Breitband

Mit bis zu achtfacher DSL-Geschwindigkeit durchs Internet surfen: Das ermöglichen derzeit nur die großen Kabelnetzbetreiber. Möglich wird dies durch Umstellung der Technik auf den aktuellen Breitbandübertragungsstandard EuroDOCSIS 3.0. Onlinekosten.de erläutert, welche Vorteile der neue Standard für Endkunden und Provider mitbringt. Die Redaktion hat zudem einen Blick auf den aktuellen Stand der Kabelnetz-Aufrüstung bei den großen Kabelnetzbetreibern geworfen.

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Hohe Bandbreiten durch Kanalbündelung

Die Anfänge von DOCSIS (Data Over Cable Service Interface Specification) liegen 14 Jahre zurück. Das von Kabelnetzbetreibern gegründete Konsortium Cablelabs ratifizierte DOCSIS 1997 in der Version 1.0. Erste Systeme kamen 1999 auf den Markt. Der aktuell gültige Standard DOCSIS 3.0 wurde 2006 ratifiziert, die Markteinführung erfolgte 2007. Da die amerikanischen und europäischen Kabelnetze wegen der unterschiedlichen Fernsehsysteme (NTSC beziehungsweise PAL) die Frequenzen unterschiedlich aufteilen, wurde der Standard in Europa in EuroDOCSIS umbenannt. Die europäischen Kabelnetzbetreiber nutzen Bandbreiten von 8 Megahertz (MHz) statt 6 MHz wie in den USA. Positive Folge für Europäer: Der Downstream kann mit einer höheren Bandbreite erfolgen.

Durch eine Bündelung von vier Kanälen lassen sich mit EuroDOCSIS 3.0 im Download Geschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s erzielen. Uploads sind technisch mit bis zu 108 Mbit/s realisierbar. Auch eine Bündelung von acht Kanälen ist machbar, so dass Downloads Geschwindigkeiten von bis zu 400 Mbit/s erreichen können. Und es geht sogar noch schneller: Bereits im vergangenen Herbst beschleunigte Kabel Deutschland Internetzugänge in Tests auf bis zu 1,17 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s).

Kabel Deutschland CMTS EuroDOCSIS 3.0 ready
Ein bereits auf EuroDOCSIS 3.0 aufgerüstetes Cable Modem Termination System bei Kabel Deutschland. Bild: Kabel Deutschland

Aufrüstung auf EuroDOCSIS 3.0 ohne Tiefbauarbeiten

In bereits für die Nutzung von Internet und Telefonie modernisierten Kabelnetzen ist eine Umstellung auf den neuen Standard EuroDOCSIS 3.0 ohne Tiefbauarbeiten realisierbar. Damit sparen die Kabelnetzbetreiber erhebliche Kosten. Technisch werden die lokalen Vermittlungsknoten, die Cable Modem Termination System (CMTS) sowie das lokale Verteilnetzwerk zum Kunden aufgerüstet. Ein weiterer Vorteil von EuroDOCSIS gegenüber der DSL-Technologie ist die schnelle Übertragung auch über weite Entfernungen, die nach Angaben von Kabel Deutschland bei bis zu 160 Kilometern liegen kann. Die hohe Bandbreite wird alleine für Internet und Telefon per Kabel reserviert. Für das Kabelfernsehen stehen separate Bandbreiten zur Verfügung. Ein EuroDOCSIS 3.0-fähiges Kabelmodem können Kunden während der Vertragslaufzeit in der Regel gratis nutzen.

Weiter auf Seite 2: Stand der Aufrüstung auf EuroDOCSIS 3.0 bei den Kabelnetzbetreibern
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    Zuletzt kommentiert von merkur am 23.08.2011 um 00:36 Uhr
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