Das verheerende Erdbeben in Japan hat den Handyhersteller Sony Ericsson in die Verlustzone gedrückt. Wie das schwedisch-japanische Unternehmen am Freitag mitteilte, brachte das zweite Quartal vor allem wegen verminderter Absatzzahlen einen Nettoverlust von 50 Millionen Euro. Im selben Vorjahreszeitraum hatte Sony Ericsson einen Gewinn von 12 Millionen Euro eingefahren.
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Weniger Handys abgesetzt
Wie Konzernchef Bert Nordberg angab, hätten Lieferprobleme in Folge des März-Erdbebens den Absatz von 1,5 Millionen Handys gekostet. Insgesamt setzte Sony Ericsson 7,6 Millionen Einheiten ab. Das waren 31 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank von 1,8 auf 1,2 Milliarden Euro. 70 Prozent des Umsatzes machten Smartphones aus.
In Zukunft möchte Sony Ericsson vor allem mit Mobiltelefonen punkten, die auf Basis des Android-Betriebssystems von Google funken. Von der Xperia-Reihe wurden bisher mehr als 16 Millionen Geräte abgesetzt. Mit neuen Modellen wie dem Xperia neo oder dem Xperia ray soll dieser Trend fortgesetzt werden.
Der durchschnittliche Verkaufspreis pro verkauftem Endgerät sank bei Sony Ericsson im Jahresvergleich von 160 auf 156 Euro. Für die Handybranche erwartet Sony Ericsson im gesamten Jahresverlauf global ein "moderates Wachstum". Den eigenen Marktanteil bei Smartphones mit dem Android-Betriebssystem beziffert das Unternehmen auf elf Prozent.


