Montag, 04.07.2011 08:12

Hannspad im Test: Android-Tablet für unter 300 Euro

aus dem Bereich Computer

Das Hannspree HANNSpad war einer der Tablet-PCs, der im Zuge der Android-Welle als Konkurrenz zum ersten Apple iPad anrollte. Die erste Generation der Androiden verlässt sich auf Android 2.2 alias Froyo, das Hannspad zählt mit seinem Hardware-Unterbau aber schon eher zur zweiten Generation: Im Innern des 10-Zoll-Tablets verrichtet ein Nvidia Tegra-2-Chip mit Dual-Core-Prozessor seinen Dienst. Mittlerweile kostet das Touchscreen-Gerät beim Hersteller nur noch 299 Euro, im Handel ist es ab rund 250 Euro zu haben. Die Stärken und Schwächen hat uns ein Testmuster vorgeführt.

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Hannspree Hannspad Test – Inhalt

  • Seite 1: Design, Schnittstellen und Tastatur
  • Seite 2: Display und Videos, Apps und Oberfläche I
  • Seite 3: Apps und Oberfläche II, Browser und Flash
  • Seite 4: Akkulaufzeit, Fazit und Info-Tabelle

Solide, aber kein Design-Stück

Die Verarbeitung ist zwar insgesamt gut, dennoch sieht man dem Tablet seinen günstigen Preis an. Insbesondere der silberfarbene Kunststoffrahmen, der sich um das schwarze Gehäuse zieht, kann optisch nicht mit durchgestylten Gadgets mithalten. Die Rückseite ist matt und griffig, sodass das Gerät sicher festgehalten werden kann. Fingerabdrücke haben hier keine Chance, auf dem glatten, glänzenden Touchscreen sammeln sich dafür umso mehr an. Verglichen mit dem iPad 2 mit Dual-Core-Prozessor ist das rund 260 x 171 x 14 Millimeter (mm) große Tablet hochkant gehalten etwas länger und schmaler und – genau wie die von uns bereits getesteten Modelle Motorola Xoom und Samsung Galaxy Tab 10.1v – deutlich dicker: Das neue iPad misst nur 8,8 mm. Auf die Waage bringt das Hannspad 750 Gramm. Schaut man sich unseren Tablet PC Vergleich an, stellt man fest, dass das Tablet von Hannspree damit eher zu den schwereren Kalibern gehört. Das iPad 1 und das Xoom 3G wiegen rund 730 Gramm, das iPad WiFi ist mit 601 Gramm wesentlich leichter. Ob 600 oder 750 Gramm in der Tasche von A nach B getragen werden, ist unerheblich. Im alltäglichen Gebrauch ist das höhere Gewicht aber dennoch spürbar, da das Tablet schließlich überwiegend in den Händen gehalten wird.

Hannspad und iPad 2
Das Hannspad ist länger, schmaler und dicker als das iPad 2. Bild: onlinekosten.de

Geteilte Tastatur

Dass das Tablet keine Feder ist, macht sich vor allem im Hochformat bemerkbar. Längere Passagen mit den Daumen zu tippen, wäre die Eingabemethode der Wahl, das fällt aber schwer. Im Querformat hat das Hannspad etwas, was zum Beispiel das iPad 2 erst mit dem Update auf iOS 5 erhält: eine zweigeteilte Tastatur. Da echtes 10-Finger-Schreiben auf einem Tablet ohnehin nicht möglich ist, hilft das Auseinanderpflücken der Tasten dem Schreibfluss etwas auf die Sprünge. Leider ist das Gerät beziehungsweise die Tastatur im Querformat zu breit, um alle Tasten zu erreichen, wenn der Nutzer es mit beiden Händen festhält. Der Touchscreen lässt sich ganz gut bedienen, will aber mit mehr Kraft berührt werden als ein Galaxy-Tab- oder iPad-Display.

Hannspree Hanspad Schnittstellen
Ein Pluspunkt des Hannspad sind die Schnittstellen. Bild: onlinekosten.de

Mit Mikrofon, ohne Webcam

Legt man das Hannspad auf dem Tisch ab, wird der rückwärtige Lautsprecher verdeckt und gibt dann nur noch dumpfen Sound ab. Ansonsten ist seine Position sinnvoll gewählt, die Finger kommen ihm beim Festhalten nicht in die Quere. Der Klang ist okay, wer ernsthaft Musik hören möchte, kann an einer 3,5-Millimeter-Audiobuchse auch herkömmliche Kopfhörer anschließen. Ein Mikrofon ist ebenfalls eingebaut, da keine Webcam vorhanden ist, dürfte sich seine Nutzung auf Sprachmemos beschränken. Der Ein-/Ausschalter sowie die Lautstärkeregler liegen oben, Mini-HDMI, Mini-USB und ein Slot für Micro-SD-Speicherkarten findet der Nutzer an der linken Seite vor. Damit lässt sich der 16 Gigabyte (GB) große interne Flashspeicher um bis zu 32 GB erweitern. Auch das Netzteil wird an der Seite angeschlossen, über das mitgelieferte USB-Kabel lassen sich zwar Daten zwischen PC und Tablet hin- und herschicken, der Akku lädt sich so aber nicht auf. Ein Kabel mit Mini-HDMI-Stecker, um Videos und Fotos an einen Fernseher zu übertragen, packt der Hersteller übrigens nicht dazu.

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