Voraussichtlich ab August dieses Jahres wird HTC in Deutschland ein neues Smartphone anbieten, das in direkte Konkurrenz zum Optimus 3D von LG tritt. Das Besondere am so genannten Evo 3D: es ist auf der Rückseite mit zwei Kameralinsen á 5 Megapixel sowie Dual-LED-Fotolicht und darüber hinaus mit einer speziellen Displaytechnik ausgestattet, die es ihm gestatten, 3D-Fotos und –Videos aufzunehmen und abzuspielen. Die 3D-Effekte werden dabei ohne zusätzliche Brille auf dem 4,3 Zoll (10,9 Zentimeter) großen Bildschirm sichtbar.
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3D-Effekte ohne zusätzliche Brille
Wir hatten die Möglichkeit, das Gerät in einer Vorabversion auf einer exklusiven Produktpräsentation in Istanbul etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Insbesondere Videos liefern bei Aufnahmen im 3D-Modus eine beeindruckende Tiefe. Allerdings muss das Display aus einem ganz speziellen Winkel betrachtet werden, um die 3D-Effekte in voller Breite sehen zu können. Andernfalls wirkt die Aufnahme eher verschwommen und nicht scharf.
Abgesehen davon können die 3D-Aufnahmen aber von Person zu Person eine ziemliche Belastung für die Augen sein und bei längerer Betrachtung zu Augen- oder sogar Kopfschmerzen führen. Das gilt auch für spezielle 3D-Spiele, die mit dem HTC Evo 3D gespielt werden können. Auf Wunsch ist es möglich, einen kleinen Schieberegler zu betätigen und Fotos und Videos im klassischen 2D-Modus aufzunehmen.
HTC Evo 3D. Bild: onlinekosten.de
Dual-Core-Prozessor integriert
Rein technisch ist das HTC Evo 3D mit den aktuellsten Komponenten ausgestattet, die man sich als Nutzer derzeit von einem Smartphone wünschen kann. Herzstück ist ein Qualcomm Snapdragon Dual Core Prozessor mit einer Taktrate von 1,2 Gigahertz, flankiert von 1 Gigabyte Arbeitsspeicher. Der reaktionsschnelle Touchscreen löst mit 960x540 Pixeln auf, 2D-Videos können auf Wunsch auch in HD-Qualität mit bis zu 720p aufgenommen werden.
Auf der Vorderseite steht eine weitere Kamera (1,3 Megapixel) für Videochats zur Verfügung. Als Betriebssystem kommt Android 2.3.4 zum Einsatz und auch auf die von HTC gewohnte Sense-Oberfläche (Version 3.0) wurde nicht verzichtet. Für die Menünavigation kommen unterhalb des Bildschirms ergänzend vier Sensortasten zum Einsatz.
HDMI-Anschluss nur über separaten Adapter nutzbar
Überzeugen konnte bei einem ersten Test auch die Verarbeitung. Auf Schnörkel hat HTC verzichtet, allerdings ist das Telefon sehr schwer und nichts für die Hemdtasche. Mit seiner geriffelten Oberfläche auf der Rückseite liegt es dennoch gut in der Hand. Der Umfang an Extras wird durch WLAN-Modul und HSPA+-Unterstützung abgerundet. Über eine DLNA-Schnittstelle können Inhalte auch auf den Fernseher übertragen werden. Um 3D-Inhalte zu streamen, ist ein optional erhältlicher HDMI-Adapter notwendig, der knapp 25 Euro kostet.
Das Evo 3D von HTC kommt im August mit seiner 3D-Kameratechnik auch nach Deutschland. Bilder: onlinekosten.de
Der interne Speicher (1 Gigabyte) lässt sich über eine microSD-Karte erweitern. Der Wechsel der Speicherkarte ist möglich, ohne den Akku herauszunehmen. Filmfans können auf den Dienst HTC Watch zurückgreifen, der aktuelle Hollywood-Filme on Demand auf den Handybildschirm holt. Zu einem nicht näher genannten, späteren Zeitpunkt sollen auch 3D-Filme angeboten werden.
Ohne Vertrag wird das 126x66x12 Millimeter große 3D-Handy zu einem Preis von 699 Euro angeboten und ist damit alles andere als ein Schnäppchen. Als Provider wird unter anderem Vodafone das Gerät vertreiben - vier Wochen exklusiv.
Moderne Smartphones werden immer beliebter. Viele Hersteller versuchen dabei dem Erfolg des Apple iPhone nachzueifern. Ein Touchscreen Handy ist heute bereits nichts außergewöhnliches mehr.
Im Gegenzug sinken die Preise für klassische Geräte wie ein Klapphandy oder schlichte Slider-Modelle. Neue Handys stellen wir regelmäßig vor.