Anzeige:

Sonntag, 12.06.2011 13:01

Hänseln, Hetzen, Drohen - Mobbing im Internet

aus dem Bereich Sonstiges

Früher lästerten und stritten Kinder vor allem auf dem Schulhof. Heute beschimpfen und hänseln sich Schüler im Internet. Die Opfer werden vor einem riesigen und unbekannten Publikum bloßgestellt. Das Internet vergisst nichts und ist grenzenlos. Nach einer Umfrage ist bereits jeder dritte Jugendliche in Deutschland Opfer einer Mobbing-Attacke im Internet oder per Handy geworden. Die Opfer sind nicht nur hilflos, wütend und verzweifelt. Viele werden durch die öffentlichen Hetzattacken krank, sie bekommen Kopf- und Bauchschmerzen oder können nicht mehr schlafen.

Anzeige

Was ist Cybermobbing?

Schikane, Verunglimpfung, Betrug, Verrat, Gerüchte und Ausgrenzung mit Hilfe von Internet oder Handys - all das gehört zum Cybermobbing. Auch die unberechtigte Weitergabe von privaten Daten im Internet oder das Ändern von Daten anderer Personen in Netzwerk-Profilen gehört zum Mobbing. Wenn man eine Mitschülerin in einem sozialen Netzwerk oder per SMS als "Schlampe" beleidigt, ist das ebenso Mobbing wie die brutale Drohung, die beste Freundin zu verprügeln. Auch die Verbreitung von Lügen, etwa dass ein Mädchen schwanger sei oder abgetrieben habe, gehört zum Repertoire der Mobber. Eine weit verbreitete Art der Beleidigung ist auch das Veröffentlichen eines unvorteilhaften oder kompromittierenden Fotos des Opfers.

Welche Folgen kann Cybermobbing haben?

Die emotionalen Folgen für ein Mobbing-Opfer sind groß: Viele Jugendliche fühlen sich frustriert, verletzt, niedergeschlagen. Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage hatten 18 Prozent der Befragten nach Mobbing-Attacken Schlafstörungen, je 6 Prozent litten unter Kopf- oder Bauchschmerzen. Ob das Mobbing Jugendliche auch verstärkt depressiv macht, ist noch nicht erforscht. In internationalen Studien wurden aber vermehrt Selbstmordgedanken bei Mobbing-Opfern festgestellt.

Wer wird gemobbt?

Wer viel und lange im Internet surft, ausgiebig soziale Netzwerke und Chatrooms nutzt, ist besonders gefährdet. Über zwei Drittel der von Forsa zum Cybermobbing befragten Schüler surfen täglich länger als eine Stunde im Internet. Zwei Drittel sind täglich in Netzwerken aktiv, und 40 Prozent tummeln sich jeden Tag in Chatrooms. Übrigens kennen rund 60 Prozent der Opfer den Täter. Ob Haupt- Real-, Gesamtschule oder Gymnasium: Gemobbt wird überall. Opfer sind Mädchen und Jungen. Ein kleiner Unterschied: Jungen sind häufiger Täter als Mädchen.

Was sollte ein Jugendlicher tun, wenn er im Internet gemobbt wird?

Einfache Lösungen gibt es nicht. Auf keinen Fall aber sollte das Opfer "zurückmobben", raten Experten. Nur dann könne der Teufelskreis der Hetzereien durchbrochen werden. Beweise wie SMS oder Bilder sollten gesichert werden. Opfer sollten den Anbieter der Plattform, auf der sie attackiert wurden, informieren. Jugendliche sollten sich zudem bei Erwachsenen Hilfe holen, Eltern oder Lehrer ins Vertrauen ziehen.

Wo kann man sich beraten lassen?

Unter der Internetadresse www.klicksafe.de werden Schüler und Eltern zum sicheren Umgang mit dem Internet beraten. Auch kostenlose Sorgentelefone (www.nummergegenkummer.de-) helfen weiter. Außerdem können Mobbing-Opfer schulpsychologische Beratungsstellen aufsuchen.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Donnerstag, 18.12.2014
Samsung plant eigenen Bezahldienst - Apple Pay bekommt weitere Konkurrenz
Flaggschiff-Smartphone Honor 6 Plus vorgestellt - Will Huawei Apple ärgern?
Kabel Deutschland: Fernsehen auf Smartphone und Tablet jetzt möglich
Online-Videorekorder Save.tv jetzt mit HD-Auflösung
Blackberry Classic: Die besten Ansätze in einem Smartphone vereint
Uber will französisches Anti-Uber-Gesetz kippen
Kabel Deutschland schaltet 100 Mbit/s in Bitterfeld sowie südlich von Berlin
Uber lässt Baidu einsteigen - spät dran in China
Quotenmessung: TV-Nutzung auf Smartphones soll besser erfasst werden
Sim.de: Neue Mobilfunkmarke mit LTE-Allnet-Flats ab 14,95 Euro
Mittwoch, 17.12.2014
"Gestures Beta"-App für Lumia: Windows Phones per Bewegung steuern
Host Europe übernimmt Webhoster Intergenia
25 Jahre "Navi": Smartphones bedrängen TomTom & Co
Kabel Deutschland: Bis zu knapp 60 Euro Bereitstellungsentgelt sparen
Keewifi: Neuer WLAN-Router verzichtet auf Passwörter
Weitere News
Speedcheck
Zum Glück DSL verfügbar, mit großer Vorfreude bestellt und nun trotzdem enttäuscht? Gleich DSL Speedcheck machen.
Langsamer als versprochen? Dann im großen Flatrate Vergleich alle günstigen DSL Tarife anschauen und schnell wechseln.
Viele Angebote haben neben einer Telefonflatrate auch einen WLAN DSL Router inklusive.
DSL 16000
DSL Turbo und ganz oben dabei im DSL Speed Test:
Mit DSL 16000 durchs Internet und alle Vorzüge wie Internettelefonie und Internet TV genießen.
Alle Anbieter von DSL und dem schnellen VDSL in der Übersicht.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs