Anzeige:

Mittwoch, 01.06.2011 12:01

Ka-Sat startet Live-Betrieb: Sat-Internet mit 10 Mbit/s

aus dem Bereich Breitband

Der Startschuss ist erfolgt: Der neue Breitbandsatellit Ka-Sat des Satellitenbetreibers Eutelsat hat am 31. Mai den Livebetrieb aufgenommen. Die neue Generation des satellitengestützten Breitbanddienstes Tooway, für die auch am Boden eine komplett neue Infrastruktur errichtet wurde, ist nun ebenfalls verfügbar. In verschiedenen europäischen Städten wie Stuttgart, London, Paris oder Athen wurde der neue Dienst im Rahmen von Startveranstaltungen vorgestellt.

Anzeige

Breitband für unversorgte Gemeinden

Wer in nicht oder nur unzureichend mit Breitband versorgten Gebieten wohnt, hat nun die Möglichkeit per Sat-Internet mit bis zu 10 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Web zu surfen. Der Upload liegt bei maximal 4 Mbit/s. Tooway bietet seinen Vertriebspartnern vier Pakete mit Bandbreiten zwischen 6 und 10 Mbit/s im Downstream an, so dass sie Angebote für verschiedene Anwendungsbereiche schnüren können. Unternehmen versorgt Ka-Sat derzeit mit Geschwindigkeiten von bis zu 40 Mbit/s im Downlink und 10 Mbit/s im Uplink. Der neue Satellit deckt Europa und den Mittelmeerraum ab.

In Deutschland vermarkten skyDSL, SAT Internet Services sowie die Internetagentur Schott mit ihrer Marke Satspeed die schnellen Sat-Internet-Zugänge. In den vergangenen Wochen war bereits eine Vorbestellung der neuen Tarife möglich.

13 Millionen Haushalte in Europa ohne Breitband

"Mit der Inbetriebnahme von Ka-Sat, des leistungsfähigsten Satelliten der Welt, schlagen wir ein neues Kapitel für erschwingliche und schnell verfügbare IP-Lösungen auf. Europa schiebt sich damit an die Spitze leistungsstarker Satelliten-Technologie, die einen raschen Beitrag zur Überbrückung der digitalen Kluft leisten kann", kommentiert Eutelsat-Chef Michel de Rosen. In Europa hätten laut unabhängigen Studien 13 Millionen Haushalte noch keinen Zugang zu DSL-Diensten. Zudem steht 17 Millionen Haushalten nur ein Internetzugang mit einer Surfgeschwindigkeit von weniger als 2 Mbit/s zur Verfügung. Internet über Satellit könne hier Abhilfe schaffen. Der Empfang erfolgt über eine knapp 80 Zentimeter große Satellitenschüssel sowie einem Sat-Modem.

Der VATM, ein Verband von Telekom-Wettbewerbern, begrüßt den Generationswechsel beim Sat-Internet. "Auch macht uns der Satellit unabhängiger von Regulierung. Der Satellit fördert den Wettbewerb in der Medienlandschaft, verringert die Notwendigkeit von Must-Carry-Regelungen und verhindert eine Abhängigkeit von TV-Breitbandkabelnetzen", sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner im Rahmen des VATM-"Satellite Day" in Brüssel, an dem auch die Satellitenbetreiber SES Astra, Eutelsat sowie Hughes Network Systems ihre Produkte vorstellten. Zugleich fordert der VATM eine Anpassung der Breitbandrichtlinie der EU. Ineffiziente Lösungen sollten nicht länger förderbar sein. Satelliten würden laut Grützner dagegen beim Ausbau der Breitbandnetze in den weißen Flecken helfen. Beispielsweise biete Astra eine Sat-Internet-Lösung für Kommunen an. Eine Satelliten-Antenne wird am Kabelverzweiger eines Ortes angeschlossen und versorgt die verschiedenen Haushalte mit Internet per Satellit über die klassische Telefonleitung.

Sat-Internet im Ausland häufiger genutzt

Im Ausland sei die Internetnutzung über Satellit bereits weiter vorangeschritten erläuterte Patrick Lewis, Manager Partner Business bei Hughes. In Nordamerika nutzten rund sechs Jahre nach dem Start rund 1,2 Millionen Haushalte satellitengestützte Breitbanddienste. In Frankreich, Spanien und Großbritannien werde der Sat-Internetzugang direkt subventioniert. Tooway Direktor Udo Neukirchen zeigt sich optimistisch, dass ein Satellitenanschluss mit monatlichen Kosten von 20 bis 40 Euro auf eine gute Akzeptanz bei den Endkunden stoßen wird. "Aus Sicht des Verbrauchers geht es nicht um ein Wettrennen der Bandbreiten. Er benötigt ein verlässliches und das aus seiner Sicht beste Datennetz", erläutert Neukirchen. "Hierzu bietet die neue Generation des Satelliten Ka-Sat eine mit LTE und DSL vergleichbare Qualität im Endkundenanschluss und ist somit eine reale Alternative bei der Schließung der weißen Flecken in der Breitbandversorgung."

Jörg Schamberg
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Was ist von tooway zu halten? (4 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von TheHelpingHand am 02.06.2011 um 08:12 Uhr
 Suche

  News
Dienstag, 29.07.2014
Google & Co auf Schnupperkurs mit neuen TLDs: Chancen für Webseiten-Betreiber?
Montag, 28.07.2014
EU: Apple darf Beats schlucken - Bose verklagt Beats
Kabel Deutschland: Internet-Drossel für Filesharer darf nicht ins Kleingedruckte
25 Jahre Microsoft Office: Vom Papier zum Tablet und in die Cloud
Crash-Tarife: Nokia Smartphone für 1 Euro - Vodafone Tarife ohne Fixkosten
Media Markt gibt 19 Prozent Rabatt: Smartphones, Tablets & Co zum Schnäppchenpreis
Nicht ohne mein Smartphone: Verzicht aufs Handy fällt schwer
Nano-Spray macht Smartphones wasserdicht
Ex-Telekom-Chef Ron Sommer im Interview: Der Machtverlust war schwer zu verkraften
Google-Steuer in Spanien: Für einen Link muss gezahlt werden
Kampf um Kopfhörer: Bose verklagt Beats - Übernahme durch Apple schwieriger
M-net: Glasfasernetz erreicht bereits 60.000 Haushalte im Main-Kinzig-Kreis
Easybell startet Glasfaserangebot: "Komplett glasfaser" ab 19,95 Euro
Sonntag, 27.07.2014
"Hidden Cash": Schatzsuche im Tiergarten - Berliner auf der Jagd nach Geldumschlägen
Innenministerium: Überwachung von Facebook und Twitter kein Grundrechtseingriff
Weitere News
Whois
Suchen Sie eine eingängige Domain für ihre Website und die Wunschadresse scheint schon belegt?
Einfach mit Whois den Check machen und herausfinden, zu wem die URL und IP Adresse gehört. Auch die DENIC kann oft Auskunft geben.
Vielleicht ist ein Reseller beteiligt und verkauft preisgünstig.
DSL Anschluss
DSL 2000 für Einsteiger, DSL 6000 für Normalsurfer oder DSL 16000 für Internetprofis.
Welcher Internetanschluss von welchem Internet Provider ist geeignet?
Der DSL Anbieter Vergleich zeigt: Die Auswahl ist groß
DSL Speedmessung
Trotz Highspeed ADSL Anschluss nur Diashow statt flüssiges Internet Fernsehen?
Unbedingt DSL Geschwindigkeit testen. Wenn der Provider wieder zuviel versprochen hat, gleich neues DSL Angebot einholen.
Bei vielen Anbietern gibt es auch Internet Telefonie dazu. Wir haben die besten DSL Tarife im Vergleich.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs