Rund 25 Websites der rechtsextremen NPD sind am Montag ins Visier von Hackern geraten. Anonyme Angreifer aus dem linksextremen Antifa-Umfeld, die sich selbst als "No-Name Crew" bezeichnen, sind nach eigenen Angaben in die Systeme eingedrungen und wollen dabei auch interne Informationen heruntergeladen haben.
NPD bestreitet Datenklau
Die NPD bestätigte den Angriff gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, bestritt aber, dass sensible Daten kopiert worden seien. Die Websites waren Montagabend zunächst offline.
Offenbar verlagern sich politische Auseinandersetzungen mehr und mehr ins Netz. So hatte sich die Gruppe Anonymous mit einem Hackerangriff auf Visa, Mastercard und andere für die Enthüllungsplattform Wikileaks engagiert. Auch im Iran attackierten möglicher Weise politisch motivierte Hacker Industrieanlagen mit dem Trojaner Stuxnet.
Die USA nehmen den Trend ernst: Abhilfe soll eine Militäreinheit US Cyber Command schaffen. Sie wurde zur Abwehr digitaler Attacken auf Land und Sicherheit ins Leben gerufen. Der Grund: Etwa 250.000 Mal pro Stunde stellen Angreifer allein die Systeme des US-Militärs auf die Probe.
Dorothee Monreal
/ Mit Material der dpa