Auf der CES in Las Vegas im Januar ließ Samsung einige interessante Produkte vom Stapel. Der Tablet-PC Sliding PC 7 wurde bislang noch nicht gesichtet, das vom Hersteller als "Hauch von Notebook" präsentierte Samsung 900X3A mit Sandy Bridge Prozessor, USB 3.0 und SSD hingegen lässt sich schon zwischen Notizblöcken und Kladden in der Laptop-Tasche verstecken. Wir haben das bislang dünnste Notebook des Elektronikkonzerns getestet. Wie schlägt es sich im Vergleich zum Apple MacBook Air?
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Samsung 900X3A Test – Inhalt
- Seite 1: Design, Maße und Schnittstellen
- Seite 2: Eingabegeräte, Display, Prozessor und Grafik
- Seite 3: SSD, Fazit und Info-Tabelle
Leichter als das MacBook Air
Ein Detail steht schon auf den ersten Blick fest: Das Samsung 900X3A ist vom Karton bis zum Netzteil durchgestylt, um am Konferenztisch neidische Blicke zu ernten. Auf welche Art von Laptop der Kunde bei diesem Subnotebook stößt, verdeutlicht Samsungs Werbeanzeige mit den Worten "Ultradünn. Ultraleicht. Ultraschnell". Wie schnell das 900X3A mit Sandy Bridge Prozessor tatsächlich ist, verraten wir auf Seite 2 und 3 unseres Testberichts, dünn und leicht ist es auf jeden Fall. Schon auf dem Papier weist sich der Laptop mit Maßen von etwa 329x227x16 Millimetern (mm) und 1,31 Kilogramm (kg) Gewicht als schmales Fliegengewicht aus. Zum Vergleich: Das MacBook Air der zweiten Generation misst 325x227x17 mm und wiegt 1,32 kg. Der zarte Eindruck manifestiert sich, sobald das Samsung 900X3A tatsächlich in der Hand gehalten wird. Eine Displaygröße von 13,3 Zoll bei einem Gerät, das nur etwas dicker als ein Tablet ist und sich in einer Gewichtsklasse mit einem 10-Zoll-Netbook befindet, überrascht.


Links: Das Samsung 900X3A versteckt seine Anschlüsse hinter Klappen. Rechts: Im Vergleich mit einem 15-Zoll-Notebook älteren Jahrgangs. Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern anklicken.
Schnittstellen undercover
Die nächste Überraschung folgt, wenn der Nutzer das 900X3A einschaltet und mit einem USB-Stick in der Hand einen entsprechenden Port sucht, um die Daten zu übertragen. Liegt das Notebook auf dem Tisch, ist zunächst keine einzige Schnittstelle – den Netzteileingang ausgenommen – zu erkennen. Die zur Verfügung stehenden Anschlüsse, USB 2.0, USB 3.0, HDMI, Gigabit LAN sowie einen Kartenleser, Mikrofon und Kopfhörer, hat Samsung jeweils hinter einer etwa 5,5 Zentimeter breiten Klappe an den Seiten versteckt, dabei aber viel Platz gespart: Lediglich die USB-Plätze finden sich in gewohnter Form. Kopfhörer und Mikrofon teilen sich einen Port, HDMI kommt als Mini-Anschluss und ohne passenden Adapter, der Kartenleser akzeptiert nur die vom Handy und Smartphone gewohnten Micro-SD-Speicherkarten und Anschluss an das Internet oder ein Heimnetzwerk gibt es nur über den mitgelieferten Adapter. Eine kabellose Kommunikation ermöglichen das WLAN-Modul über die Funkstandards 802.11 b/g/n und Bluetooth 3.0. Was fehlt, ist ein optisches Laufwerk. Wie beim MacBook Air, ist auch beim Samsung 900X3A der Akku fest eingebaut. Je nach Nutzung hält er etwa 2,5 bis 6,5 Stunden durch, im Videobetrieb lief das Gerät im Test 5 Stunden.
Abgesehen von der extraflachen Bauweise macht der mobile Rechner mit einem schwarzen Gehäuse aus einer Aluminiumlegierung namens "Duraluminium" auf sich aufmerksam. Die Oberfläche glänzt nur leicht und wirkt robust, Kratzer dürften sich so schnell nicht einfinden. Der Displaydeckel ist samt Bildschirm kaum einen halben Zentimeter dick und biegt sich bei Druck durch, dennoch macht die Behausung keinen instabilen Eindruck. Trotz aller Raffinessen begeistert das aus einem Guss gefertigte Gehäuse eines MacBook Air noch etwas mehr, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Fingerabdrücke erscheinen auf Samsungs Gerät vor allem auf dem Displayrahmen und rund um die Tastatur sehr schnell; dort herrscht schwarze Hochglanzoptik vor. Wer sie von der Handballenauflage entfernen will, muss kräftig putzen – einfaches Abwischen beseitigt die Abdrücke nicht.


