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Sonntag, 08.05.2011 16:31

Ostdeutsche Startups - Auf der Suche nach Geld

aus dem Bereich Sonstiges

Das ist eine klassische Silicon-Valley-Szene: Smarte, junge Technik-Unternehmer stellen hochkarätigen Kapitalgebern in schicken Hotelräumen ihre Ideen vor. In perfektem Englisch parlieren sie über Firmenbewertungen und Geschäftsmodelle, während sie auf die bewaldeten Berge blicken und Wein aus der sonnigen Region trinken.

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Auf der Suche nach frischem Kapital

Doch die jungen Träumer sind nicht die typischen Möchtegern-Milliardäre von den nahen Universitäten Stanford und Harvard. Sie sind junge Geschäftsleute aus dem Osten Deutschlands. Sie sind ins legendäre Silicon Valley gekommen, um Millionen Dollar von den turbokapitalistischen Risikokapitalgebern einzusammeln, die die Internet-Revolution finanziert haben.

"Ostdeutscher Einfallsreichtum trifft Westküsten-Kapital" (Eastern German Ingenuity Meets West Coast Capital), lautete der Slogan des Treffens. Dabei soll das geschäftliche Potenzial junger Technikfirmen aus den neuen Bundesländern jenen Machern präsentiert werden, die Unternehmen wie Intel, Google, Facebook und zahllose andere gegründet haben. Nach einer Flaute während der Rezession nehmen amerikanische Risikokapitalgeber schnell wieder Fahrt auf - sie investierten allein im ersten Quartal dieses Jahres 5,9 Milliarden Dollar (rund 4 Milliarden Euro) in neue Firmen.

Chance statt Risiko

Selbst bei der jetzigen Dollarschwäche ist das viel Geld. Lars Koshin, der für seine in Berlin angesiedelte Spielefirma Neonga fünf bis zehn Millionen Dollar braucht, findet es leichter, in Kalifornien Geld zu beschaffen. "Der Name sagt alles", findet der 40-jährige Unternehmer. "In Deutschland sagen wir "Risikokapital", hier spricht man von "Beteiligungskapital". Hier werden neue Firmen als Chance gesehen, in Deutschland als Risiko."

Unterschiede bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind ein wichtiger Punkt an diesem Abend. Bestnoten gibt es für die gut ausgebildeten und zuverlässigen Mitarbeiter in Deutschland, für die technische Expertise und die Forschungseinrichtungen. Doch der Unternehmergeist müsse sich verbessern, meint Clemens von Bergmann, "Investment Director" beim High-Tech Gründerfonds, der junge Firmen unterstützt.

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    Zuletzt kommentiert von zdb77gre am 08.05.2011 um 20:36 Uhr
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