Anzeige:
Mittwoch, 04.05.2011 17:01

ZDF & RTL: TV geht online

aus dem Bereich Sonstiges

Wie sieht das Fernsehen der Zukunft aus? Wird es weiterhin linearen TV-Konsum geben oder wachsen Internet und TV zusammen? Im Rahmen des ANGA Cable TV-Gipfels diskutierten in Köln unter anderem Vertreter von ZDF und RTL über Chancen und Risiken. Dabei erläuterten der öffentlich-rechtliche und der private Sender ihre Konzepte für eine stärkere Präsenz im Internet.

Anzeige

Trend geht zu Spartenkanälen

Am vergangenen Samstag strahlte das ZDF die letzte reguläre "Wetten, dass…?"-Show mit Thomas Gottschalk aus. Haben solche Sendungen, die alt und jung vor den Bildschirm locken, noch eine Zukunft? Carl-Eugen Eberle, seit 21 Jahren Justitiar des ZDF, sieht das Ende der in die Jahre gekommenen Samstag-Abend Show noch nicht gekommen. Es werde aber künftig schwieriger für solche Generationen übergreifende Sendungen.

Dennoch gibt es laut Marc Schröder, Geschäftsführer von RTL Interactive, immer wieder sogenannte "Lagerfeuer-Events" wie beispielsweise aktuell die Hochzeit von Kate und William in Großbritannien, die für hohe Einschaltquoten sorgen. Zuschauer können Sendungen wie diese auch per RTL-App als Live-Stream verfolgen. "Der Trend geht in Richtung Spartenkanäle", betont Eberle. "Junge Leute suchen ihre Inhalte nicht bei uns, sondern anderswo." Mit den speziell auf einzelne Zielgruppen ausgerichteten Kanälen ZDFneo und ZDF-Kultur könne der Mainzer Sender seine inhaltliche Palette erweitern. "Man muss einsehen, dass es bestimmte Kanäle gibt, die alle ein bestimmtes Publikum haben", betont Eberle. Die Zuschauer würden über verschiedene Marken integriert.

ZDF definiert Auftrag zur Grundversorgung sehr breit

Das ZDF setzt weniger auf Generierung von Reichweiten, sondern hält an seinem Grundversorgungsauftrag fest. Der wird dann allerdings von dem öffentlich-rechtlichen Sender recht selbstbewusst definiert. "Wir wollen auf allen Plattformen unsere Programme anbieten" erklärt Eberle die Zielrichtung seines Senders. "Wir halten uns an das, was wir tun dürfen". Dabei richte sich das ZDF nach den Maßgaben des 3-Stufen-Tests. Die Sendungen der Mainzer sollen aber auch über Geräte wie das iPad sowie über zahlreiche neue ZDF-Apps für die Mediathek, heute.de oder Sport zu empfangen sein. Auch an der Entwicklung von HbbTV zeigt sich das Zweite Deutsche Fernsehen sehr interessiert. Geräte zum Anzeigen von Internetangeboten über den Bildschirm sollten allerdings über einen einheitlichen Standard verfügen.

Senkung der Rundfunkgebühren durch Einnahmen aus Online-Videothek?

Unter dem Projektnamen Germany's Gold planen ZDF und ARD aktuell die Gründung einer kommerziellen Online-Videothek. Die Archive der öffentlich-rechtlichen Sender sollen gehoben und vermarktet werden. Die GEZ-Gebühr würde nur die Ausstrahlung von Sendungen im klassischen TV sowie die zeitlich limitierte Bereitstellung von Programminhalten im Internet abdecken, heißt es seitens der Sender. Mit der geplanten Realisierung der Online-Videothek über die kommerziellen Töchter von ZDF und WDR könnten durch kostenpflichtige On-Demand-Angebote auch Einkünfte erzielt werden. Die Einnahmen teilen sich die beteiligten Sender mit den Produzenten. Der ZDF-Justitiar stellte eine Senkung der Rundfunkgebühren in Aussicht, wenn die Einnahmen entsprechend hoch ausfallen sollten.

Weiter auf Seite 2: Alle ZDF-Sender ab Mai 2012 in HD
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Samstag, 25.10.2014
Smart-Homes: Branche sieht riesiges Potential
Freitag, 24.10.2014
EuGH-Urteil: Einbetten von Videos verstößt nicht gegen das Urheberrecht
Trotz Angriff auf iCloud-Nutzer: Apple-Chef Cook wirbt in China um Kunden
Nach Kritik: Anti-Facebook Ello verzichtet auf bezahlte Werbung
Online-Magazin "Krautreporter" ist gestartet: Breite Themenpalette von Zensur bis Ebola
Microsoft nutzt Marke Nokia nur noch für günstige Handys
ESET warnt vor Malware für den Mac
Smartwatch LG G Watch R erscheint später, kostet weniger
"Rooms": Facebook stellt App für anonyme Chats vor
Simply: Allnet-Flat mit LTE und 1 GB Highspeed-Volumen ab 9,95 Euro
Kann eine Zeitungs-Flatrate nach dem Modell Spotify die Printmedien retten?
helloMobil: LTE-Allnet-Flat mit 2 GB Highspeed-Volumen ab 14,95 Euro
Neue Internetsteuer: Ungarn will 48 Cent pro Gigabyte kassieren
Microsoft steigert Umsatz um ein Viertel
Amazon eröffnet Rechenzentrum in Deutschland
Weitere News
Server
Server gibt es für fast jede Aufgabe: Mailserver mit POP3 für E-Mails, SQL Server für Datenbanken oder FTP Server für den Dateitransfer.
Auch das Betriebssystem ist variabel - ob Windows Server oder Linux Server: Sie haben die Wahl.
Auf ihrem Dedicated Server bestimmen Sie als Administrator ganz allein.
Mobiles Internet
Mobiles Internet via UMTS bietet schnellen Surfspaß für unterwegs.
Selbst ohne WLAN schnell mobil surfen oder Internet TV auf dem Handy genießen.
UMTS hält in jedem Speed Test problemlos mit.
Internet TV
Mit Kabel oder VDSL per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur mit 1und1 VDSL, T-Home VDSL oder Vodafone VDSL gibt es rückelfreies TV Programm.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben gute Angebote.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs