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Freitag, 08.04.2011 12:55

Samsung Nexus S im Test - Das Google-Flaggschiff

aus dem Bereich Mobilfunk
Von Hayo Lücke

Lange wurde auf das neue Google-Handy Nexus S gewartet, seit einigen Wochen ist es auch in Deutschland erhältlich. Wurde der Vorgänger (Nexus One) noch von HTC gefertigt und mutierte eher zu einem Ladenhüter, setzt der Internet-Konzern bei seinem neuen Smartphone auf die Erfahrung von Samsung. Wohl auch in der Hoffnung, einen ähnlichen Verkaufsschlager landen zu können wie es Samsung selbst mit den Modellen Galaxy S oder Wave gelungen ist. Wir haben uns das Nexus S mit vorinstalliertem Android-Betriebssystem in der Version 2.3 Gingerbread genauer angesehen.

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Schwarz und leicht

Bei einer ersten Betrachtung fällt vor allem eines auf: das Nexus S ist in seiner Standard-Ausführung schwarz wie ein Panther. Deutlich wird das insbesondere auf der Vorderseite. Ist das Display nicht aktiviert, fällt es auf den ersten Blick sogar schwer, zu unterscheiden, wo denn nun eigentlich oben und unten ist. Einen Samsung- oder Google-Schriftzug sucht man vergeblich; beide sind auf der Gehäuse-Rückseite zu finden. Und die gibt es im Übrigen alternativ auch in weißer Ausführung.

Ebenfalls auffällig: auf die Verwendung hochwertiger Materialien wurde bei der Fertigung des Nexus S verzichtet. Das komplette Gehäuse wurde aus Kunststoff entworfen und macht - anders als beispielsweise das iPhone 4 oder das Nokia E7 - einen eher weniger hochwertigen Eindruck. Trotzdem gibt es an der allgemeinen Verarbeitung wenig auszusetzen. Zwar wurde das Gehäuse nicht aus einem Block gefertigt, was Staub die Möglichkeit bietet, sich in der ein oder anderen Rille abzusetzen, alles in allem macht das Nexus S aber eine rundum gute Figur. Auch, weil es zwar 140 Gramm auf die Waage bringt, aber keinesfalls als Schwergewicht wahrgenommen wird. Ein kleiner Nachteil ist die glatte Gehäuserückseite, die zudem in schwarzer Ausführung sehr anfällig für Fingerabdrücke ist.


Das Samsung / Google Nexus S mit 4 Zoll großem Display und Android 2.3. Bild: Samsung Mobile

Konkaves Display

Als dritte Besonderheit liefert das Nexus S ein konkaves Display. Im Klartext: es steht nicht etwa ein ebener Bildschirm zur Nutzung bereit, sondern ein leicht nach innen gewölbtes Modell. Laut Google soll das dafür sorgen, dass sich das Handy beim Telefonieren besser an die Wange schmiegen kann. Und das geschieht tatsächlich. Nachteil: wer gerne auf Gesichtscreme setzt, wird nicht drum herum kommen, seinem Handybildschirm regelmäßig eine kleine Politur zu verpassen. Auch, wenn dem Display laut Produktdatenblatt eine spezielle Beschichtung gegen Fingerabdrücke spendiert wurde.

Aus rein technischer Sicht wurde dem Google-Handy ein in der diagonalen Abmessung 4 Zoll (10,2 Zentimeter) großes Display integriert. Zum Einsatz kommt allerdings nicht die von diversen anderen Samsung-Handys bekannte (Super) AMOLED-Technologie, sondern ein Super Clear LCD Display mit 800x480 Pixeln Auflösung. Unterschiede sind für Otto-Normal-Nutzer aber kaum sichtbar. Zwar steht die Super AMOLED Technologie insbesondere für hohe Kontraste und besonders scharfe Abbildungen, doch auch das Super Clear LCD-Display des Nexus S liefert rundum gute Darstellungsergebnisse. Auch aufgrund der realistische(re)n Farbdarstellung.

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