Montag, 28.03.2011 16:03

Nokia E7 im Test - Handyklotz mit QWERTZ-Tasten

aus dem Bereich Mobilfunk
Von Hayo Lücke

Bevor Nokia voraussichtlich Anfang 2012 erste Geräte mit dem Betriebssystem Windows Phone 7 auf den Markt bringt, läuft der Vertrieb von Symbian-Smartphones weiter. Eines der neuesten Modelle: das Nokia E7. Es basiert auf der Plattform Symbian^3 und kommt quasi als vollausgestatteter Mini-Computer daher. Zweifelsohne ist das E7 ordentlich ausgestattet und zusätzlich - als kleine Besonderheit - mit einer ausschiebbaren QWERTZ-Tastatur versehen worden. Wir haben uns das Multimedia-Handy - das auch Schattenseiten hat - genauer angesehen.

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Ein Multimedia-Klotz

Die ersten Überraschungen erwarten den Nutzer bereits unmittelbar nach Öffnen der Verkaufsbox. Wie beim iPhone ist es nicht notwendig, einen Akku in das Gerät zu legen. Er ist fest in das Gehäuse integriert (1.200 mAh) und lässt sich für Otto-Normal-Nutzer nicht wechseln. Darüber hinaus ist das Nokia E7 ein echtes Schwergewicht. Knapp 180 Gramm bringt es auf die Waage – bei Abmessungen von 124 Millimetern in der Länge, 62 Millimetern in der Breite und immerhin knapp 14 Millimetern in der Tiefe. Damit ist das Smartphone so ziemlich alles, aber ganz sicher kein Handschmeichler. Aufgrund des glatten, metallischen Rahmens liegt das Handy trotz seines hohen Gewichts zudem recht rutschig in der Hand.

Nokia E7
Die SIM-Karte wird seitlich in das Handy geschoben.
Bild: onlinekosten.de

Durch den fest integrierten Akku stellt sich für Handy-Kenner sogleich die nächste Frage: Wie lege ich die SIM-Karte in das Handy ein? Die Antwort findet sich an der rechten Seite des Telefons: ein kleiner Slot, in den über eine Schiebevorrichtung eine normale SIM-Karte (keine microSIM) in das Telefon integriert werden kann. Eine praktische Lösung, die den theoretischen Kartenwechsel sehr einfach macht. Allerdings: das Handy wird grundsätzlich neu gestartet, wenn eine SIM-Karte herausgezogen und wieder neu eingelegt wird.

Einen Slot für eine microSD-Karte gibt es nicht. Nutzer des E7 müssen sich einerseits mit 350 Megabyte internem Speicher zufrieden geben, können aber auch auf 16 Gigabyte (GB) Flash-Massenspeicher für Multimedia-Inhalte zurückgreifen. Für Otto-Normal-Nutzer sollte das absolut ausreichen. Auch das iPhone wird in einer 16- und 32-GB-Version verkauft.

Großer Touchscreen

Zur Navigation durch das Menü steht ein AMOLED-Touchscreen mit 16 Millionen Farben bereit, der bei einer Auflösung von 640x360 Pixeln in der diagonalen Abmessung 4 Zoll vorweisen kann. Nicht nur das Betrachten von Internetseiten macht auf dem Bildschirm abgesehen von der etwas komplizierten und sehr langsamen Browsernavigation Spaß, sondern auch das Abspielen von Videos. Insbesondere im Breitbild-Modus wird deutlich, dass das E7 mehr zu bieten hat als Mäusekino.

Nokia E7
Das Nokia E7 ist recht schwer und hat eine glatte Rückseite. Dadurch liegt es nicht immer gut in der Hand. Bild: onlinekosten.de

Auch bei direkter Sonneneinstrahlung sind Inhalte auf dem Bildschirm noch gut ablesbar. Insbesondere dann, wenn der Lichtsensor auf maximale Leistung eingestellt wird. Eine hohe Display-Helligkeit lässt aber die Akkuleistung leiden. Auch die Tatsache, dass das Display zum Teil sehr stark spiegelt, ist ärgerlich. Eine negative Begleiterscheinung, die unter anderem dann auffällt, wenn der Nutzer hinter einem Fenster sitzt oder die Sonne im Rücken auf den Handymonitor strahlt.

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