Dienstag, 08.03.2011 13:46

Skype schaltet erstmals Werbung in VoIP-Software

aus dem Bereich VoIP

Der VoIP-Anbieter Skype sucht nach neuen Wegen, um seine Umsätze zu erhöhen. Neben Einnahmen durch Gesprächsgebühren und entsprechende Skype-Abonnements will das Unternehmen erstmals Werbung innerhalb seiner populären VoIP-Software schalten. Die zusätzlichen Einnahmen sollen in die Entwicklung neuer Produkte investiert werden. Vorrangig bleibe aber weiterhin, dass die Anwender Skype optimal nutzen könnten. Daher habe der Anbieter laut eigenen Angaben im Skype Blog lange gezögert und mit verschiedenen Werbeformen experimentiert.

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Werbung in Skype ab Version 5.1

Unternehmen können ab sofort Werbung im "Home"-Reiter von Skype für Windows schalten. Werbeflächen an anderen Stellen innerhalb der Software würden zukünftig ebenfalls getestet. Die Werbung wird ab der Version Skype 5.1 angezeigt. Als erste Werbepartner konnte der VoIP-Anbieter bereits Volkswagen, Groupon, Nokia, Universal Pictures und Visa gewinnen.

Oberste Priorität bei der Schaltung von Werbung habe, dass Skype-Nutzer während ihrer Kommunikation nicht gestört werden. Daher verzichtet Skype auch auf Pop-Up-Werbung oder Flash-Banner, die sich mitten in einen Chat schieben. Die Anzeigen sollen zudem nur gelegentlich erscheinen. Zum Start plane der VoIP-Anbieter, eine Werbeanzeige pro Tag zu zeigen. Werbung werde zudem nur in den attraktiven Werbemärkten in den USA, Großbritannien und Deutschland geschaltet.

Skype 5.1 mit Werbung
Skype integriert Werbung in seine VoIP-Software. Bild: Skype Blog

Länderspezifische Werbung auf Basis demografischer Daten

Um die Werbung individuell anpassen zu können, greift Skype auf einige Kundendaten wie Wohnort, Geschlecht und Alter zurück. Der Kunde selbst soll aber nicht persönlich identifizierbar sein. Es würde nur die für das jeweilige Land relevante Werbung gezeigt. Wer keine Weitergabe von demographischen Daten wünscht, kann die Option "Skype die Verwendung anonymer Informationen über mich zur Darstellung von Anzeigen erlauben" deaktivieren.

Jörg Schamberg
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