Am Donnerstag hat Apple nicht nur seine Profi-Notebooks der MacBook Pro Reihe mit neuer Hardware-Bestückung in den Apple Store gepackt, sondern nebenbei auch eine neue Schnittstelle eingeführt: Thunderbolt.
Noch schneller als USB 3.0
Der Anschluss ist aber keine Apple-Erfindung, sondern wurde von Intel unter dem Namen Light Peak entwickelt. Der mit einem Blitz gekennzeichnete Port erinnert optisch an Mini-USB oder einen kleinen DisplayPort; kein Wunder, denn die Input-Output-Schnittstelle basiert auf DisplayPort. Zu Peripheriegeräten mit Mini-DisplayPort ist Thunderbolt daher ohne Adapter kompatibel, alle anderen Monitore oder Geräte verbinden sich nur über Umwege. Thunderbolt baut außerdem auf PCI Express auf und zeichnet sich daher durch eine hohe Datenrate aus. 10 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) sollen über den Anschluss transportiert werden, womit Thunderbolt doppelt so schnell wäre wie der aktuelle Standard USB 3.0, der 4,8 Gbit/s von Gerät zu Gerät schaufelt. Ein HD-Film soll laut Intel binnen 30 Sekunden übertragen werden können.
Sechs Geräte an einem Anschluss
Neben der hohen Geschwindigkeit ergibt sich ein weiterer Vorteil. Bis zu sechs Peripheriegeräte – wie ein passendes Display und fünf Speichermedien – können mit einer Reihenschaltung an einen einzigen Anschluss angebunden werden. Für die Verbindung der Geräte untereinander sind dann separate Kabel nötig. Intel zufolge soll Thunderbolt über eine geringe Latenz verfügen. Entsprechend bestücktes Zubehör gibt es zum Beispiel von den Herstellern LaCie und Promise, mit dem Start der neuen MacBook Pro Modelle dürften weitere folgen. Der Chipriese verspricht sich von seiner Entwicklung künftig noch leichtere und dünnere Laptops.
Intel hat Thunderbolt unter dem Codenamen "Light Peak" entwickelt, nun schmückt der Anschluss das neue Apple MacBook Pro. Bild: Apple
Saskia Brintrup