Der Mobilfunknetzbetreiber und DSL-Anbieter Vodafone bietet aktuell in über 750 Vorwahlbereichen Internetzugänge per VDSL mit Bandbreiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) an. Dabei werden die Städte allerdings nicht flächendeckend ausgebaut, sondern lediglich die bestehenden eigenen Hauptverteiler aufgerüstet. Die Verfügbarkeit von Vodafone VDSL ist daher nur für Kunden gewährleistet, die in Reichweite dieser Hauptverteiler wohnen. Vodafone VDSL-Tarife mit 50 Mbit/s sind ab 39,95 Euro erhältlich. Um einer größeren Zahl Kunden in Köln höhere Bandbreiten anbieten zu können, kooperiert Vodafone bei Glasfaserleitungen künftig mit dem Kölner Netzbetreiber NetCologne. Das gaben beide Unternehmen am Dienstag bekannt.
Vodafone mietet NetCologne FTTB-Leitungen an
Die Kooperationsvereinbarung umfasst die Anmietung von NetCologne FTTB-Leitungen durch Vodafone. Über die Glasfaser der Kölner möchte Vodafone den eigenen Kunden in ausgebauten Gebieten Internet-Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s anbieten. "Unser Kooperationsabkommen zeigt, dass der Markt gut funktioniert", so NetCologne-Geschäftsführer Karl-Heinz Zanke. "Eine Vereinbarung über den Zugang ist der beste Weg zu unseren Glasfasernetzen", so Zanke weiter. Auch Vodafone zeigt sich zufrieden über die Alternative zur Telekom. "Die Vereinbarung zeigt, dass es auch im Glasfaser-Bereich attraktive Vorleistungsalternativen in Deutschland gibt", so Hartmut Kremling, Geschäftsführer Technik bei Vodafone Deutschland. Die Details des Kooperation sollen bis Ende Februar geregelt werden, bereits im Mai will Vodafone erste Highspeed-Internet Produkte über das NetCologne-Netz vermarkten.
Erst Anfang Januar hatten Vodafone und RWE eine verstärkte Zusammenarbeit beim Glasfaserausbau bekanntgegeben. Zudem hat sich auch die Deutsche Telekom zur Öffnung ihres Glasfasernetzes verpflichtet. Die Regulierung übernimmt die Bundesnetzagentur.
Jörg Schamberg