Anzeige:

Freitag, 21.01.2011 14:01

Sergej Brin: Googles Cheftechnologe

aus dem Bereich Sonstiges

Sergej Brin gilt als technologischer Kopf von Google - und als moralisches Gewissen. Seit Beginn war der 1973 in Moskau geborene Russe die treibende Kraft bei der Entwicklung der Algorithmen für die damals einzigartige Suchtechnologie, die den Erfolg von Google begründete. Nach der Neuordnung an der Spitze des Weltkonzerns mit seinem Studienfreund Larry Page als Chef (CEO) und Eric Schmidt als Firmenbotschafter wird der medienscheue Brin als "Chef-Visionär" weiter Motor für die technische Entwicklung im Hintergrund bleiben.

Anzeige

Flucht aus der UdSSR in die USA

Im Alter von sechs Jahren kam Brin, Sohn jüdischer Emigranten, aus der damaligen Sowjetunion in die USA. Die Familie war vor der ständigen Diskriminierung jüdischer Bürger aus der UdSSR geflohen. Sein Vater hatte als Mathematiker jahrelang unter Repressionen und Berufsverbot gelitten.

Brin studierte an der Stanford Universität in Kalifornien Mathematik und Informatik. Nach seinem Masterstudium, das er mit Auszeichnung abschloss, lernte er Mitte der 90er Jahre bei einem Doktoranden-Seminar auch seinen späteren Geschäftspartner Larry Page kennen. Zur Promotion kam es dann nicht mehr: 1998 brachte Brin zusammen mit Page die heute weltweit größte Suchmaschine ins Netz und gründete das Unternehmen Google. Heute gilt Brin mit einem geschätzten Vermögen von 17,5 Milliarden Dollar ("Forbes") als Multimilliardär.

Neue Suchalgorithmen als Erfolgsgarant

Das "Geheimrezept" für den überwältigenden Erfolg von Google waren damals die neuartigen Suchalgorithmen, die Brin mit Page entwickelte. Anders als damals gängige Internet-Suchen konnte die Technologie der beiden Studenten erstmals die Treffer nach ihrer potenziellen Relevanz bewerten. Im sogenannten "Page Rank"-Verfahren wurde zum Beispiel auch ermittelt, wie oft der gesuchte Begriff auf einer Seite zu finden ist und wie viele andere Sites auf eine bestimmte Treffer- Seite verweisen. Danach wurden die Treffer sortiert.

Sergej Brin
Sergey Brin
Bild: google.com

Auch für Googles offizielles Unternehmensmotto "Don't be evil" (sei/tue nichts Böses), das auf den Mitarbeiter Paul Buchheit zurück gehen soll, gilt Brin als maßgeblicher Verfechter. Selbst der größte wirtschaftliche Erfolg dürfe nicht moralisch fragwürdiges Verhalten rechtfertigen, so die Maxime, die als eine der wesentlichen Säulen der Unternehmensphilosophie gilt.

Der Leitspruch hat Google allerdings auch vielfach bösen Spott eingetragen. ""Don't be evil" sei nicht viel mehr als "ein Haufen Schrott", wetterte zum Beispiel Apple-Chef Steve Jobs nach Googles Attacke auf das iPhone durch dessen erstes Handy-Betriebssystem Android.

Zuletzt war Google mit seinem Leitsatz in die Schlagzeilen geraten, als sich der Suchmaschinen-Betreiber Anfang 2010 aus dem boomenden Markt in China zurückzog. Der staatlich verordneten Zensur im Reich der Mitte wollte sich das Unternehmen nicht mehr beugen. Brin hatte den Schritt maßgeblich vorangetrieben. Die Politik der Volksrepublik habe ihn zu sehr an das totalitäre Regime in der Sowjetunion erinnert, begründete Brin damals den Rückzug.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Sonntag, 21.09.2014
Amazon geht auf Buchverlage zu
Raumstation ISS bekommt 3D-Drucker
Kampf gegen Prostitution und Pornografie: China sperrt 1,8 Millionen Konten im Netz
Studie: "Echte" Freunde für Kinder wichtiger als Online-Freunde
Innenminister de Maizière will Persönlichkeitsprofile im Internet verbieten
Apple Store Berlin: Tageseinnahmen aus Geldtransporter entwendet
Apple, Google und Amazon: Gabriel will "asozialen" Silicon-Valley-Kapitalismus zähmen
Samstag, 20.09.2014
Moskau dementiert: Russland will Internet nicht abschalten
Alibaba mit skurillen Produkten: Jungfrauenhaar und Blutlaugensalz
"Ice Bucket Challenge": Was wird aus den Spenden?
Microsoft schließt Forschungslabor im Silicon Valley
Wer haftet bei Betrug im Online-Banking?
Freitag, 19.09.2014
Alibaba gelingt größter Börsengang: Internetkonzern überflügelt Amazon und eBay
SMS-Fallen: Bundesnetzagentur ordnet Abschaltung von 60 weiteren Rufnummern an
Android L: Verschlüsselung wird Standard, iOS 8 als Vorbild
Weitere News
Speedcheck
Zum Glück DSL verfügbar, mit großer Vorfreude bestellt und nun trotzdem enttäuscht? Gleich DSL Speedcheck machen.
Langsamer als versprochen? Dann im großen Flatrate Vergleich alle günstigen DSL Tarife anschauen und schnell wechseln.
Viele Angebote haben neben einer Telefonflatrate auch einen WLAN DSL Router inklusive.
DSL Anschluss
Ist die Verfügbarkeit von DSL gegeben, beginnt die Suche nach dem richtigen Anbieter.
Der DSL Flatrate Vergleich zeigt die besten Tarife in der Übersicht.
Aber Vorsicht: Nicht jeder DSL Anschluss bringt Highspeed Internet. Der DSL Speed Check beweist es schnell, wenn das Internet Kabel lahmt.
DSL Alternativen
Kein DSL verfügbar oder ist der DSL Test lahm wie eine Schnecke?
Dann schnell mobiles Internet per UMTS bestellen.
Mit einer Downloadrate in DSL Geschwindigkeit wird UMTS zur DSL Alternative und Fernsehen im Internet wird ebenfalls mobil möglich.
Aber auch Internet über Kabel ist schnell und günstig.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs