Anzeige:
Montag, 10.01.2011 15:01

Primacom: Neue Eigentümer und frisches Geld

aus den Bereichen Breitband, Sonstiges

Der Kabelnetzbetreiber primacom hatte im vergangenen Jahr wechselvolle Zeiten erlebt. Im vergangenen Juni musste primacom Insolvenzantrag stellen. Die Schulden hatten sich auf rund 340 Millionen Euro angehäuft. Im Juli war die primacom Management GmbH inklusive Kabelgeschäft dann an die luxemburgische Investmentgesellschaft medfort verkauft worden, die ursprünglich kurz darauf geplante Zwangsversteigerung wurde abgesagt. Im November wurde schließlich eine Refinanzierung beschlossen, die nun abgeschlossen werden konnte. Zugleich erhält primacom neue Eigentümer.

Anzeige

primacom kann wieder investieren

Primacom stehen durch die Refinanzierung in den nächsten vier Jahren fast 100 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung. Geplant sind eine Weiterentwicklung des Geschäfts und weiteres Wachstum im Markt. 30 Millionen Euro für Investitionen wurden sofort als Finanzspritze bereitgestellt. Erstmals verfügt primacom nun über eine positive Eigenkapitalbilanz. Bestehende Verbindlichkeiten wurden nach Unternehmensangaben um 155 Millionen Euro reduziert. In den kommenden dreieinhalb Jahren sollen weitere Verbindlichkeiten in Höhe von 60 Millionen Euro abgebaut werden. Primacom startete zudem bereits im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft mit der Investition von zweistelligen Millionenbeträgen für die Aufrüstung seiner Netze auf Internet-Bandbreiten von bis zu 120 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Das Ziel ist ein flächendeckendes Angebot für Highspeed-Internet.

Finanzinvestoren langfristig an primacom-Engagement interessiert

Primacom Homepage
Primacom kann nach der Refinanzierung wieder frisch durchstarten. Screenshot: onlinekosten.de

Medfort, der bisherige primacom-Eigentümer, ist von Perseus SA für einen Betrag in ungenannter Höhe erworben worden. Perseus wird von den Investoren Alcentra, Avenue Capital Group, ING und Tennenbaum Capital Partners kontrolliert. Damit gehört nun auch primacom zu Perseus. Die primacom-Konzernstruktur wurde gleichzeitig vereinfacht, die Geschäftstätigkeit in einem Unternehmen vereint. Der Anbieter verspricht sich davon Kosteneinsparungen und Liquiditätsverbesserungen. "Der Abschluss der Refinanzierung ist ein wichtiger Meilenstein für primacom. Das Unternehmen hat dadurch eine stabile und nachhaltige Kapitalstruktur, auf der wir unser Geschäft langfristig aufbauen können", so primacom-Chef Michael Dorn. "Die Übernahme der primacom durch die neuen Investoren ist als langfristiges Engagement anzusehen, um primacom wieder bestens im Markt zu positionieren und somit über einen Zeitraum von 3 – 5 Jahren die Profitabilität zu steigern und attraktive Gewinne zu erzielen", so Dorn weiter. Seit dem vergangenen Sommer, dem Zeitpunkt der Übernahme durch Medfort, habe sich das operative Geschäft erheblich verbessert.

"Die Straffung der operativen Struktur wird uns helfen, neue Kunden zu gewinnen", so primacom Geschäftsführer Peter Leube. " Wir verbessern stetig unseren Kundenservice und investieren in unsere Netze und unsere Produkte, um die primacom Strategie, der führende Kommunikationsdienstleister in unseren lokalen Märkten zu werden, erfolgreich umzusetzen", so Leube weiter.

Primacom versorgt über seine Breitbandkabelnetze rund eine Million Haushalte in den Kerngebieten Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie in westdeutschen Schwerpunktregionen mit Kabelfernsehen, Internet-Zugang und Telefonanschluss über Kabel.

Jörg Schamberg
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Samstag, 25.10.2014
Rover soll Mondspaziergang mit Oculus Rift ermöglichen
"WSJ": Apple will Musik-App von Beats in iTunes integrieren
Webradiomonitor 2014: Mehr Online-Radio, mehr Audio-Werbung
Netflix und Co. treiben die Preise für Film- und Serienrechte in die Höhe
Sprung aus 41 Kilometern Höhe: Google-Manager knackt Rekord von Felix Baumgartner
Smart-Homes: Branche sieht riesiges Potential
Freitag, 24.10.2014
EuGH-Urteil: Einbetten von Videos verstößt nicht gegen das Urheberrecht
Trotz Angriff auf iCloud-Nutzer: Apple-Chef Cook wirbt in China um Kunden
Nach Kritik: Anti-Facebook Ello verzichtet auf bezahlte Werbung
Online-Magazin "Krautreporter" ist gestartet: Breite Themenpalette von Zensur bis Ebola
Microsoft nutzt Marke Nokia nur noch für günstige Handys
ESET warnt vor Malware für den Mac
Smartwatch LG G Watch R erscheint später, kostet weniger
"Rooms": Facebook stellt App für anonyme Chats vor
Simply: Allnet-Flat mit LTE und 1 GB Highspeed-Volumen ab 9,95 Euro
Weitere News
DSL Telefon
Der klassische Telefonanschluss ist out. Heute ist vielerorts bereits DSL verfügbar und macht das DSL Telefon möglich.
Eine Telefon Flatrate senkt die Kosten zudem erheblich.
Das DSL Angebot ist allerdings groß. Deshalb vorher Provider vergleichen.
ADSL Anschluss
Ein DSL Anschluss ist der Standardzugang der meisten Internetprovider.
Ob 1&1, der Billiganbieter congstar oder früher auch QSC oder freenet: Alle setzen auf die ADSL Technik.
Dazu gibt's verschiedene Flatrates. Neben einer Internet Flatrate ist bei vielen Angeboten oft auch eine Festnetz Flatrate inklusive.
DSL Speed
Trotz Highspeed ADSL Anschluss nur Diashow statt flüssiges Internet Fernsehen?
Unbedingt DSL Geschwindigkeit testen.
Wenn der Provider wieder zu viel versprochen hat, gleich neues DSL Angebot einholen.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs