Anzeige:
Mittwoch, 05.01.2011 14:16

Kostenpflichtige ARD-Apps - Verleger machen Druck

aus dem Bereich Sonstiges

Die neue ARD-Vorsitzende Monika Piel hat kostenpflichtige Apps bei den öffentlich-rechtlichen Sendern in Aussicht gestellt - jetzt fordern die Verleger Fakten. Piels Worten müssten Taten folgen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), Wolfgang Fürstner, der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Gratis-Angebote von ARD und ZDF beeinträchtigten das Geschäft der privaten Medien. Die sogenannten Apps sind Anwendungen für mobile Computer oder Smartphones.

Anzeige

ARD: Verleger sind am Zug

Die WDR-Intendantin Piel hatte in Interviews erklärt, sie werde sich dafür stark machen, dass die Öffentlich-Rechtlichen Geld für ihre Mobil-Applikationen verlangen, wenn auch die Verleger alle ihre Apps kostenpflichtig machen. Sie könne den Gebührenzahlern sonst nicht erklären, warum sie für eine "Tagesschau"-App oder "Sportschau"-App zahlen müssen, aber bei RTL und n-tv oder im kommerziellen Sport-Angebot nicht. "Aber wenn die Verleger sich zu einer gemeinsamen Strategie aufraffen und alle Apps kostenpflichtig anbieten, dann würde ich mich in der ARD dafür einsetzen, dass wir mitziehen", sagte sie in einem dpa-Interview zu ihrem Antritt als ARD-Vorsitzende am 1. Januar.

Fürstner sagte, Piels Aussagen seien ein positives Zeichen und drückten "ein gewisses Verständnis" aus. Er wiederholte die Forderung nach einer Reform des Urheberrechts, die die Verlagsangebote im Netz vor kostenloser Nutzung schützen soll. Das sogenannte Leistungsschutzrecht richte sich nur an jene, die mit den Leistungen der Verlage Erlöse erzielten. Das Zitieren und das Verlinken auf andere Internetseiten sollten auch in Zukunft kostenfrei bleiben.

Verlage auf Erschließung neuer Geschäftsfelder angewiesen

Bei einem schrumpfenden Printmarkt seien die Verlage darauf angewiesen, sich neue Geschäftsfelder zu erschließen, vor allem im mobilen Internet, sagte Fürstner. 2011 sollen etwa 45 Prozent der Zeitschriftentitel als kostenpflichtige Apps auf dem Tablet-Computer iPad von Apple verfügbar sein. Für dieses Jahr erwartet der VDZ ein leichtes Wachstum der Branche um 1,1 Prozent auf rund 7 Milliarden Euro. Ziel sei, wieder das Niveau von 2008 mit 7,7 Milliarden Euro zu erreichen. Nach den Arbeitsplatzverlusten 2009 und 2010 rechnet der Verband für 2011 mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl in den Zeitschriftenverlagen um 1,2 Prozent auf 32.700.

Das Online- und Mobilgeschäft wird laut VDZ-Branchenumfragen in den kommenden Jahren weiter steigen und 2013 einen Umsatzanteil von zwölf Prozent erreichen - gegenüber sechs Prozent im Jahr 2009. Erlöse aus Anzeigen und Vertrieb blieben aber mit einem Anteil von rund 80 Prozent bei weitem die Haupteinnahmequelle der Zeitschriftenverlage.

Jörg Schamberg / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 Staatsfunker - Abgehobener geht es nicht mehr (28 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Bratzky am 10.01.2011 um 22:55 Uhr
 Suche

  News
Samstag, 01.08.2015
Datenschützer fordert weltweiten Löschanspruch gegen Google
Bericht: Neue Version der Apple-TV-Box im September
Freitag, 31.07.2015
Bundesregierung distanziert sich von Ermittlungen gegen Politik-Blog Netzpolitik.org
Dell: Extremer Tablet-PC Latitude 12 Rugged ab sofort erhältlich
FRK fordert Analogabschaltung im Kabelfernsehen noch vor 2018
DeutschlandSIM: LTE-Tarif mit 500 MB Datenvolumen und Freieinheiten für 7,77 Euro
Windows 10: 14 Millionen Nutzer bereits umgestiegen - Probleme beim Upgrade
Landesverrat durch Blogger? - Kritik an Ermittlungen gegen Netzpolitik.org
Ärzte warnen vor Tablets, Smartphones und Co. für Kinder
Facebook stellt riesige Internet-Drohne "Aquila" vor - Spannweite einer Boeing 737
Donnerstag, 30.07.2015
Netzpolitik.org: Generalbundesanwalt ermittelt gegen Journalisten wegen Landesverrats
NetCologne schaltet Vectoring frei: VDSL mit 100 Mbit/s für 200.000 Haushalte
Samsung bringt Smartphone-Bezahldienst nach Europa
Deutsche nutzen E-Government-Angebote nur in Maßen
Datenschützer Caspar: Jeder hat das Recht auf Pseudonym bei Facebook
Weitere News
DSL 16000
DSL Turbo und ganz oben dabei im DSL Speed Test:
Mit DSL 16000 durchs Internet und alle Vorzüge wie Internettelefonie und Internet TV genießen.
Alle Anbieter von DSL und dem schnellen VDSL in der Übersicht.
Internet TV
Mit Kabel oder VDSL per Internet TV aufregende Unterhaltungsangebote nach Hause holen.
Nicht nur mit 1und1 VDSL, T-Home VDSL oder Vodafone VDSL gibt es rückelfreies TV Programm.
Auch die Kabelnetzbetreiber haben gute Angebote.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs