Anzeige:

Freitag, 26.11.2010 11:17

EU: "Breitband für alle" noch ein weiter Weg

aus dem Bereich Breitband

Das Ziel ist ehrgeizig: Breitband für alle Europäer bis 2013. Die Europäische Kommission hatte im Frühjahr dieses Jahres die "Digitale Agenda für Europa" veröffentlicht. Der Breitbandausbau in Europa soll in den kommenden Jahren zügig vorankommen, bis 2020 hofft die EU-Kommission auf flächendeckendes Breitband für alle Europäer mit Internet-Bandbreiten von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), die Hälfte der Europäer soll bis dahin sogar mit bis zu 100 Mbit/s ins Netz. Doch sind solche Vorstellungen überhaupt realistisch? In Brüssel legte die EU-Kommission nun eine aktuelle Statistik zur Breitbandversorgung in Europa vor. Auf den Punkt gebracht: Es gibt Fortschritte, aber Europa muss mehr tun.

Anzeige

Breitbandversorgung und Bandbreite nehmen zu

Im Vergleich zum Vorjahr haben die Breitbandverbindungen in Europa an Geschwindigkeit zugelegt. Im Juli dieses Jahres lieferten 29 Prozent der Breitbandanschlüsse innerhalb der EU Bandbreiten von mindestens 10 Mbit/s, ein Jahr zuvor erreichten nur 15 Prozent der Anschlüsse eine solche Übertragungsgeschwindigkeit. Internetnutzer surfen an 5 Prozent der Anschlüsse mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von mindestens 30 Mbit/s. Highspeed-Internet steht laut der Statistik nur an 0,5 Prozent der Anschlüsse in der EU zur Verfügung. Auf 100 Einwohner kommen nun 25,6 Breitbandanschlüsse, im Vorjahr lag die Breitbandverbreitung noch bei 23,9 Anschlüssen. Im Juli 2010 zählte die EU 128 Millionen feste Breitbandanschlüsse, neun Millionen Anschlüsse sind seit Juli 2009 hinzugekommen. Zum Vergleich: Es gibt rund 220 Millionen Privathaushalte innerhalb der EU.

Starkes Wachstum ist insbesondere beim mobilen Internet zu sehen. Innerhalb eines Jahres konnten Mobilfunk-Breitbanddienste um 45 Prozent zulegen, pro 100 Einwohner zählte die EU in diesem Jahr sechs mobile Breitbandanschlüsse über USB-Sticks oder Dongles. Beliebt ist dieser Breitbandübertragungsweg vor allem in Finnland , Österreich, Schweden, Dänemark und Portugal.

EU-Kommission: Europa muss noch mehr tun

Trotz der Erfolge sieht die EU ihre in der Digitalen Agenda festgelegten Ziele noch in weiter Ferne. "Schnelle Breitbandnetze sind so etwas wie digitaler Sauerstoff. Sie sind unverzichtbar für Wachstum und Wohlstand in Europa", so Neelie Kroes, die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der EU-Kommission. Zwar nehmen die Breitbandverbreitung und die Geschwindigkeit zu, aber es müsse mehr getan werden, um die "anspruchsvollen Breitbandziele" zu erreichen. "Insbesondere brauchen wir dringend eine Einigung über unseren Vorschlag, der dafür sorgen soll, dass ausreichende Funkfrequenzen für mobile Breitbanddienste zur Verfügung stehen, denn die Nachfrage danach nimmt rasant zu", so Kroes weiter. Schnelle Internetverbindungen werden zum Beispiel für HD-Fernsehen oder Videokonferenzen benötigt.

Weiter auf Seite 2: DSL dominiert noch, Glasfaser und Kabel holen auf
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 "Breitband für alle" noch ein weiter Weg ... (9 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von packetloss am 27.11.2010 um 20:33 Uhr
 Suche

  News
Donnerstag, 24.04.2014
Patentstreit mit Apple: Samsung kann auf Google-Schützenhilfe hoffen
Mittwoch, 23.04.2014
Street View wird zur Zeitmaschine: Orte per Zeitleiste erkunden
"Wir, der Feind": Osnabrücker Kunstfestival zur digitalen Überwachung
Live-TV bei Couchfunk : Deutsche Konkurrenz für Zattoo und Magine startet Testphase
Dein Freund und Prügler: Umstrittene Twitter-Kampagne der New Yorker Polizei
OnePlus One: Smartphone mit Android-Ableger CyanogenMod für 270 Euro
Eine halbe Milliarde Menschen nutzt regelmäßig WhatsApp
Easybell bietet DSL-Anschlüsse ohne Schufa-Bonitätsprüfung
Gefälschte Android-App "Virus Shield": Google zahlt Entschädigung
Apple: Sicherheitsupdates für iOS und Mac OS X veröffentlicht
Trotz Hacker-Attacken: Deutsche bleiben Passwort-Schluderer
Yezz Andy A6M: Dual-SIM-Phablet für 299 Euro
Der digitale Hass: Pöbeleien und Rassismus in sozialen Netzwerken
Dienstag, 22.04.2014
Google-Manager wird neuer Chef von Twitter Deutschland
Server4You: vServer wahlweise mit SSDs ohne Aufpreis buchbar
Weitere News
ADSL Anschluss
Ein DSL Anschluss ist der Standardzugang der meisten Internetprovider.
Ob 1&1, der Billiganbieter congstar oder früher auch QSC oder freenet: Alle setzen auf die ADSL Technik.
Dazu gibt's verschiedene Flatrates. Neben einer Internet Flatrate ist bei vielen Angeboten oft auch eine Festnetz Flatrate inklusive.
Server
Server gibt es für fast jede Aufgabe: Mailserver mit POP3 für E-Mails, SQL Server für Datenbanken oder FTP Server für den Dateitransfer.
Auch das Betriebssystem ist variabel - ob Windows Server oder Linux Server: Sie haben die Wahl.
Auf ihrem Dedicated Server bestimmen Sie als Administrator ganz allein.
Kabel
Ein Internet Anschluss über Kabel bei Anbietern wie Unitymedia, früher ish, oder Kabel Deutschland liegt voll im Trend.
Ob Internet Fernsehen oder nur surfen mit Highspeed: Vieles wird erst richtig mit Kabel Internet möglich.
Jetzt bestellen und den Sieger im Speedcheck testen. Einen Kabel Digital Receiver gibt's auf Wunsch dazu.
© 1999-2014 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs