Mittwoch, 17.11.2010 08:13

Samsung Galaxy Tab im Test: Android gegen iPad

aus den Bereichen Computer, Mobilfunk
Von Saskia Brintrup
Samsung Galaxy Tab Test

Das Samsung Galaxy Tab war einer der Tablet-PCs, der – abgesehen vom Apple iPad (Test) und dem Auf und Ab des WeTab – besonders große Beachtung in den Medien fand und mit Spannung erwartet wurde. Jetzt ist das Tablet mit Android 2.2 erhältlich und bietet einige Features, die dem iPad fehlen, wie einen Speicherkarten-Slot, Flash-Support und zwei Kameras. Mit einer Displaygröße von 7,0 Zoll steht es genau zwischen dem iPad mit 9,7 Zoll und dem 5,0 Zoll großen Dell Streak (Test). Also eine perfekte Kombination aus beidem? Wir haben das Tablet ausprobiert.

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Samsung Galaxy Tab Test – Inhalt

  1. Aussehen, Lieferumfang, Display und Anschlüsse
  2. Menü, Handhabung, Flash-Inhalte und Texteingabe
  3. Kameras, Apps und E-Books
  4. Musik- und Videowiedergabe, Akkuflaufzeit, Fazit und technische Daten

Deutlich handlicher als das iPad

Das Samsung Galaxy Tab misst rund 190x121x12 Millimeter (mm) und ist somit insgesamt ein bisschen dünner als das Apple iPad (243x190x13,4 mm). Es bringt lediglich 380 Gramm auf die Waage – das iPad 3G wiegt 730 Gramm und ist daher fast doppelt so schwer. Dennoch wirkt das Galaxy Tab stämmiger als Apples Gadget, da es nur unwesentlich schlanker, aber deutlich kleiner und zu den Kanten hin weniger stark abgeflacht ist. Die gleichförmige und kleinere Bauweise hat einen entscheidenden Vorteil: Während die Apple Flunder nur mit zwei Händen festgehalten werden kann, ist das Galaxy auch einhändig zu transportieren. Der Handhabung kommt dies sehr zugute. Um es wie ein Smartphone am Ohr zu halten, ist es aber zu groß und zu schwer und sieht dann noch deplatzierter aus als das Dell Streak. Zum Telefonieren ist deshalb ein Headset mit im Karton. Unser Test mit ein- und abgehenden Anrufen verlief reibungslos, auch wenn die Gesprächsqualität über das Headset nicht wirklich brillant ist. Musik klingt über die In-Ear-Hörer deutlich besser (siehe Seite 4).

Herkömmliches TFT-Display, aber in sehr guter Qualität

Als Material hat Samsung Kunststoff gewählt, das Gehäuse ist vorne glänzend-schwarz und hinten weiß. Beim Bildschirm handelt es sich um ein 7,0 Zoll großes TFT-Display, das laut einer Meldung von endgadget mit Gorilla-Glas abgedeckt ist. Auch das Dell Streak nutzt Gorilla-Glas, das sehr kratzfest ist. Beim iPad geht es bezüglich Gehäusematerial und Panel edler zu. Das Apple Tablet steckt in einem Aluminiumgehäuse und verwendet ein IPS-Panel. Trotz herkömmlichen Displays muss sich das Galaxy Tab aber nicht verstecken. Der Bildschirm löst wie ein 10-Zoll-Netbook mit 1.024x600 Bildpunkten auf und erreicht daher eine scharfe Darstellung. Er zeigt außerdem kräftige Farben an und ist schön hell. Die Helligkeit kann manuell eingestellt oder von einem Sensor automatisch geregelt werden. Die Blickwinkel sind ausreichend groß, allerdings können Spiegelungen die Sicht trüben. Mit diesem Problem kämpfen andere Tablets und Smartphones gleichermaßen, da beim Samsung Gerät aber auch die Rückseite glänzt, ist das Tablet nach ein paar Tagen gleich von beiden Seiten beschmutzt.

Anschlüsse und Datenübertragung

Bei einem Rundblick um das Gehäuse entdeckt der Nutzer oben einen 3,5-mm-Klinkenanschluss, links ein Mikrofon, unten zwei Lautsprecher-Gitter sowie den Anschluss für das USB-Synchronisationskabel und an der rechten Seite die Power-Taste, Lautstärkeregler und Einschübe für eine microSD- und eine SIM-Karte. Anders als bei einem Handy mit herausnehmbarem Akku, sind daher beide Slots leicht zugänglich. Der interne Speicher des Galaxy Tab fasst 16 Gigabyte (GB), mit einer microSD-Karte kann er um 32 GB GB anwachsen. Im Lieferumfang ist jedoch keine Speicherkarte enthalten. Im Karton liegen ein Handbuch, eine Kurzanleitung, ein Synchronisationskabel und ein Netzstecker. Eine Tasche findet sich dort nicht, Cover sind – wie viele andere Produkte – als optionales Zubehör erhältlich. Samsung bietet noch eine Docking-Station, die einen HDMI-Port addiert, ein Bluetooth-Headset, ein Kabel, um das Tablet an einen Fernseher anzuschließen, und eine Tastatur an.

Samsung Galaxy Tab
SIM-Karten-Schacht und microSD-Karte sind bequem erreichbar. Bild: onlinekosten.de

Die Datenübertragung lässt sich per Drag&Drop vornehmen, da das Samsung Galaxy Tab als Wechseldatenträger erkannt wird. Der Akku wird bei einem Anschluss an einen Computer allerdings nicht aufgeladen. Als Alternative hält der Hersteller die Software "Kies" zum Download bereit, die gleichzeitig auch für die Synchronisation von Kontakten und Outlook-Einträgen einspringt.

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 Pro und Contra (3 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Boston am 21.01.2011 um 13:37 Uhr
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