Die Proteste gegen den Castor-Transport haben endgültig auch das Internet erreicht. Nachdem der LKW-Konvoi am Dienstag gegen 9:47 Uhr das Atommüll-Zwischenlager in Gorleben erreicht hatte, wurde bekannt, dass die Internetseite kernenergie.de einem Hackerangriff zum Opfer gefallen ist.
Angriff auf die Webseite
Statt allgemeinen Informationen zum Thema Kernenergie erwartete Besucher der Internetseite der Titel "Castor stoppen - Kernkraftwerke abschalten!". Außerdem wurde der üblich zu findende Seiteninhalt durch Grafiken und den Slogan "Kernenergie. So sicher wie diese Webseite" ersetzt.
Webseite nicht mehr zu erreichen
Unklar ist bisher, wer hinter der Attacke steckt. Über den Micro-Blogging-Dienst Twitter wurde der Angriff auf die Internetseite teilweise frenetisch gefeiert. Das wiederum hatte zur Folge, dass der Webserver der Seite unter der Last an Anfragen zusammenbrach und zwischenzeitlich überhaupt keine Inhalte mehr abgerufen werden konnten.
So sah die gehackte Seite kernenergie.de am zeitweilig am Dienstagvormittag aus. Screenshot: onlinekosten.de
Update 15:45 Uhr - Seite ist wieder online
Seit dem frühen Nachmittag ist die Internetseite wieder im gewohnten Umfang zu erreichen. Nach wie vor ist nicht geklärt, wer für den Hack verantwortlich war.
Hayo Lücke