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Mittwoch, 01.12.2010 10:31

Toshiba AC100 im Test: Mini-Notebook mit Android

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup
Toshiba AC100 Testbericht

Der nächste Trend nach den Netbooks ist das Tablet und so mancher Marktforscher sagt den flachen Touchscreen-Geräten eine rosige Zukunft voraus. Klar, dass die großen Hardware-Hersteller da mitmischen wollen und Konkurrenz zum Apple iPad ins Rennen schicken. Toshiba hat im Sommer das 7-Zoll-Klappgerät Libretto W100 angekündigt, das aber zunächst nur in limitierter Stückzahl zu haben ist – ein vorsichtiger Vorstoß mit einem innovativen Konzept. Ebenso einfallsreich ist das Toshiba AC100, das aber in eine ganz andere Richtung geht. Es stützt sich zwar auf das Betriebssystem Android 2.1 in einer von Toshiba angepassten Version, verzichtet aber auf einen Touchscreen und soll bewusst kein iPad-Gegner sein. Wir haben uns das exotische Gerät mit Nvidias Tegra-Prozessor genauer angesehen.

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Toshiba AC100 Test – Inhalt

  1. Maße, Gehäuse und Tastatur
  2. Hardware, Display & Videowiedergabe, Schnittstellen
  3. Handhabung und Apps
  4. Akkulaufzeit, Fazit und Info-Tabelle

Unglaublich leichtes Gerät

Toshiba bezeichnet das AC100 als "Cloud Companion". Mit seinem 10,1-Zoll-Display ohne Touch-Funktion stellt es sich in die Netbook- und nicht in die Tablet-/Convertible-Ecke und soll für Nutzer gedacht sein, die schnell mal ins Internet möchten. Daher gibt es den Android-Mini als AC100-10V auch mit UMTS-Modul. Unser Testgerät entspricht der Konfiguration AC100-10K und verzichtet darauf. Wer mit WLAN auskommt, kann 100 Euro sparen und ist für unter 350 Euro dabei. LAN für kabelgebundene Netzwerkverbindungen oder Bluetooth gibt es nicht.

Genau wie ein Netbook ist auch das Toshiba AC100 klein und leicht; sogar noch flacher und wesentlich leichter als die Mini-Notebooks. Das Gerät wiegt nur 870 Gramm und misst 262x190 Millimeter (mm). An der Rückseite ist es 21 mm hoch, vorne sind es nur 14 mm. Wer den Rechner und das Netzteil samt Kabel in den Händen hält, bekommt den Eindruck, der Stromversorger sei genauso schwer wie der Mini-Computer. Kabel und Netzteil wiegen immerhin rund 300 Gramm. Im Lieferumfang befinden sich ansonsten noch eine Kurzanleitung und ein sehr ausführliches Handbuch, das die einzelnen Schritte innerhalb von Android anschaulich erklärt.

Toshiba AC100 Bilder
Das Toshiba AC100-10K ist so groß wie ein 10-Zoll-Netbook, wiegt aber weniger als 900 Gramm. Bilder: onlinekosten.de

Für die Nutzung auf dem Schoß ist das Fliegengewicht des Toshiba AC100 natürlich zu begrüßen. Es lässt sich einfach und sicher mit einer Hand festhalten und transportieren, was auch das griffige Gehäuse ermöglicht: Toshiba hat auf schwarzen Hochglanz-Look verzichtet und stattdessen ein texturiertes, mattes Material für Gehäuse und Innenraum verwendet. Anderseits ist die robust-spartanische Optik doch etwas zu Plastik-lastig.

Steuerung mit Sondertasten statt Touchscreen

Dank Android ist das Gerät binnen Sekunden startklar. Aus dem Standby-Betrieb erwacht das AC100 unmittelbar, bis die WLAN-Verbindung steht, vergehen nur etwa zwei Sekunden. Da wird es selbst für Netbooks mit Linux-Distribution zum schnelleren Booten schwierig. Die Icons à la Smartphone verleiten jedoch dazu, sie per Fingerberührung anwählen zu wollen. Wer bereits mit Android-Geräten mit Touchscreen gearbeitet hat, muss sich umgewöhnen: Beim Toshiba Companion wollen alle Befehle umständlich über die Tastatur erfolgen, was der elementare Kritikpunkt des Gerätes ist. Dazu später mehr.

Die Tastatur ist größtmöglich ausgefallen und verschenkt zu den Seiten hin keinen unnötigen Millimeter. Das Tippgefühl entspricht einem üblichen Netbook und ist daher für Nutzer, die keine besonders großen Hände haben, ganz gut. Durch die zusätzlichen Buttons für die Android-Nutzung entspricht das Layout nicht ganz dem Standard, die spitzen Klammern sind beispielsweise auf die rechte Seite gerutscht. Das Touchpad ist glatt und gut zu bedienen, unterstützt aber leider keine Multitouch-Gesten. Die Klicktasten wirken etwas billig, obwohl an ihrer Funktion nichts auszusetzen ist.

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