Freitag, 12.11.2010 11:06

AVM Fritz!WLAN Repeater im Test

aus dem Bereich Breitband
Von Hayo Lücke
AVM Fritz!WLAN Repeater

Der Neubau ist fertig, der DSL-Anschluss wurde freigeschaltet, das Arbeitszimmer im Obergeschoss eingerichtet, doch dann der Schreck: die Stärke des WLAN-Signals vom DSL-Routers reicht nicht aus, um die gewohnten Internetdienste tatsächlich nutzen zu können. Was tun? Eine Lösung, doch über eine Breitband-Internetverbindung online zu gehen, können Powerline-Adapter sein. Mit deren Hilfe werden die Internetdaten über die hauseigene Stromverkabelung transportiert. Abhilfe schaffen aber auch so genannte WLAN-Repeater. Sie erweitern die Reichweite des Funksignals, das von einem WLAN-Router ausgeht, und sorgen so dafür, dass das Internet im Optimalfall auch in die hintersten Ecken eines Hauses oder im Garten ohne lästiges Kabel nutzbar ist. Tatsächlich? Wir haben es mit dem Fritz!WLAN Repeater von AVM in Kombination mit einer Fritz!Box in einer Doppelhaushälfte in Münster untersucht.

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Testumgebung in einer Doppelhaushälfte

Bewusst haben wir uns für eine Testumgebung entschieden, die den WLAN-Repeater in gleich mehrfacher Hinsicht auf die Probe stellen kann. Standardmäßig wird in dem von uns ausgewählten Einfamilienhaus über verschiedene Netzwerkkabel eine DSL-Leitung genutzt. Zwar ist auch ein WLAN-Router im Einsatz, doch dessen Signal kann maximal Teile vom Erdgeschoss mit Breitband-Signalen versorgen. Grund: der eigentliche DSL-Anschluss ist im Keller zu finden; Betondecken und Stahlträger hindern das Funksignal an einer flächendeckenden Ausbreitung im gesamten Haus. Die Folge: im Wohnzimmer ist es ohne entsprechende Erweiterungen der WLAN-Infrastruktur nur eingeschränkt möglich, drahtlos im Internet zu surfen, Garten und Obergeschoss werden überhaupt nicht mit Funksignalen versorgt. Zeit, den Fritz!Repeater von AVM auf die Probe zu stellen.

Doch was liefert die kleine, schwarze Box überhaupt, die einfach in eine Steckdose gesteckt wird, das Signal des WLAN-Routers auffängt und anschließend die Reichweite des WLAN-Netzes erhöht? Das Wichtigste vorweg: der Fritz!Repeater ist zwar auf die Nutzung mit Fritz!Boxen optimiert, lässt sich aber auch mit allen anderen WLAN-Routern verwenden; selbst dann, wenn sie auf Basis des schnellen N-Standards funken. Bedienung und Konfiguration erfolgen einerseits über ein berührungsempfindliches LED-Display am Gerät selbst, aber auch über eine Weboberfläche, die über jeden gängigen Internet-Browser abrufbar ist.

Doppelhaushälfte in Münster
Die Testumgebung für den Fritz!WLAN Repeater von AVM: eine Doppelhaushälfte in Münster. Bild: onlinekosten.de

Die Installation - Manuell, per WPS oder per Software-Assistent

Theoretisch soll die Installation einfach von der Hand gehen. Möglich macht es die WPS-Funktion (Wi-Fi Protected Setup), die von einigen Fritz!Boxen unterstützt wird. Zum Beispiel die Fritz!Box Fon WLAN 7390 oder die Fritz!Box WLAN 3270 synchronisieren sich dadurch per Knopfdruck automatisch mit dem Repeater. Weil im Rahmen unseres Tests allerdings eine Fritz!Box Fon WLAN 7170 zum Einsatz kam, die WPS nicht unterstützt, mussten für die Inbetriebnahme andere Wege beschritten werden. Möglich wäre einerseits eine manuelle Konfiguration gewesen, deutlich einfacher ist aber die Nutzung eines von AVM bereitgestellten softwarebasierten Einrichtungsassistenten. Er macht die Einrichtung auch für Laien zu einem Kinderspiel. Viel mehr als die Eingabe der SSID des WLAN-Routers, damit dieser mit dem Repeater kommunizieren kann, ist nicht notwendig. Allerdings: der Assistent steht nur für die gängigen Windows-Versionen zur Verfügung.

An dieser Stelle ein wichtiger Tipp: wer den Fritz!Repeater eingerichtet hat, sollte als erstes die werksseitig installierte Firmware durch die überarbeitete Version 68.04.84 ersetzen. Sie sorgt für verschiedene Erweiterungen, stabilisiert aber nach Angaben von AVM auch die WLAN-Stabilität. Ein Update ist wahlweise per Internet-Browser über die Multimedia-Oberfläche des Repeaters möglich oder direkt über das Leuchtdioden-Display am Gerät selbst.

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    Zuletzt kommentiert von revoluzzer am 25.11.2010 um 16:08 Uhr
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