Obwohl millionenfach im Web vorhanden, gilt eine eigene Homepage bei vielen Internetnutzern noch als kompliziertes Hexenwerk. Bereits die unverständliche Sprache der Webhosting-Branche wirkt so hochgradig abschreckend, wie die Bedienungsanleitungen multifunktionaler Küchenmaschinen. Wer etwa bei Begriffen wie HTML und CSS nur ratlos mit den Schultern zuckt, weiß in der Regel auch mit Wordpress, Joomla, PHP, MySQL oder FTP nicht viel anzufangen. Doch selbst Branchengrößen wie 1&1, 1blu, Strato oder die Deutsche Telekom haben längst die große Masse der Onliner ohne Programmier- und IT-Kenntnisse als neue Zielgruppe entdeckt. In wenigen Minuten kann so wirklich Jeder eine persönliche Netzvertretung eröffnen. Wie einfach es geht und was man beachten sollte zeigen wir in Windeseile – natürlich per Kurzanleitung. Noch schneller und ohne Textlektüre hilft die tabellarische Übersicht am Artikelende.
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Gratis oder kostenpflichtig?
Wie so oft steht zu Beginn aber eine Grundsatzentscheidung an: Wie professionell muss der künftige Webauftritt sein? Dürfen sich blinkende Werbebanner auf der Homepage tummeln oder sollte derlei Störpotential vermieden werden? Kurzum: Wer sich im Netz präsentieren will, sollte im Vorfeld zumindest eine ungefähre Vorstellung zu Art, Umfang und Qualität der geplanten Website besitzen. Für einfache private Zwecke ohne höhere Ansprüche reicht mitunter auch ein Gratis-Angebot. Bekannte Anbieter mit deutschsprachiger Internetseite sind etwa Beepworld, npage, Jimdo, webnode oder auch homepage-baukasten.de. Eine vollwertige Domain ist bei den Kostenlos-Offerten allerdings nicht enthalten, sondern lediglich eine sogenannte Subdomain im Format name.anbieter.de. Oft ist dabei der Speicherplatz recht knapp bemessen und das monatliche Transfervolumen für den Datenverkehr im Internet unterliegt nicht selten engen Beschränkungen.
Auch Werbefreiheit darf man nicht erwarten. Nur wenige Gratis-Anbieter verzichten wie webnode auf die Einblendung von Bannern oder Pop Ups innerhalb der Nutzerseiten. Darüber hinaus lässt das Design der frei verfügbaren Homepage-Baukästen teilweise zu wünschen übrig. Langweilige Optik ist jedoch keineswegs ein Alleinstellungsmerkmal kostenloser Dienste. Grafische Höchstleistungen finden sich auch bei kommerziellen Anbietern selten – Baukasten bleibt Baukasten. Raum für Individualität ist hier nur begrenzt vorhanden; Kreativität wird in ein enges Korsett gepresst. Dafür gelangt jeder ohne Vorkenntnisse zu schnellen Ergebnissen – eben Fast Food für's Web.
Wichtige Eckpunkte bei der Anbieterwahl: Werbung, Domain, Bedarf
Davon abgesehen bieten kostenpflichtige Homepage-Baukästen mit frei wählbarer Domain aber meist den größeren Leistungsumfang - inklusive Datensicherung, E-Mail-Postfach, Kennwortschutz und mehr Speicherplatz. Ob das Plus an Funktionen tatsächlich benötigt wird, können Einsteiger häufig anfänglich aber kaum überblicken. Die Auswahl sollte sich daher vorwiegend an den drei Kernpunkten Werbung, Domain und nicht zuletzt dem eigenem Budget orientieren. Wer etwa viele Fotos veröffentlichen will, sollte zudem auf genügend Speicherplatz achten. Unser Tipp: Mitunter ist es sinnvoll, zuerst ein freies Angebot zu wählen und bei Bedarf ins Lager der kostenpflichtigen Homepage-Baumeister zu wechseln. Einige Gratis-Generatoren wie etwa Jimdo oder webnode offerieren zudem selbst eigene Premium-Pakete.
Ein Umzug des gesamten Internetauftritts von einem Provider zum anderen ist allerdings nicht möglich; der Neuaufbau der Website wird in diesem Fall unvermeidbar. Wer hingegen von einem gebührenpflichtigen Baukastensystem in ein Umsonst-Angebot wechseln will, sieht sich zusätzlich durch die üblichen Mindestvertragslaufzeiten in seiner Flexibilität eingeschränkt. Einige Hosting-Unternehmen gewähren ihren Kunden aber bei Vertragsabschluss eine unverbindliche Probezeit, in der sämtliche Funktionen der Homepage-Generatoren getestet werden können – so zum Beispiel 1&1 oder Strato.


