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Sonntag, 17.10.2010 09:01

Politik-Umfrage: 71 Prozent wollen online mitregieren

aus dem Bereich Sonstiges

Mehr als zwei Drittel der Deutschen möchte online stärker in politische Entscheidungen eingebunden werden. Laut einer am Mittwoch in Berlin veröffentlichen repräsentativen Umfrage des Instituts Infratest Dimap befürworteten 71 Prozent der Wahlberechtigten in der Bundesrepublik die Aussage, dass eine Online-Beteiligung der Bürger an Entscheidungsprozessen die Demokratie und das Verhältnis zu Politik sowie Verwaltung verbessere.

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Aktiver Gestaltungswille fehlt oft

Die Bereitschaft, sich über das Internet aktiv an der Gestaltung des politischen Lebens in einer Gemeinde zu beteiligen, fällt allerdings geringer aus. 32 Prozent würden sich "auf jeden Fall beteiligen", 37 Prozent "eventuell" und 28 Prozent "wahrscheinlich nicht" oder "nicht beteiligen".

Unterschiedlicher Meinung sind die Bürger auch bei der Frage, ob die Verwaltung verpflichtet werden sollte, nicht-personenbezogene Informationen wie etwa Sitzungsprotokolle, Haushaltsausgaben oder Landkarten offen und frei zu veröffentlichen. 45 Prozent der Befragten gaben an, die Arbeit der Behörden könne durch "Open Data" wirkungsvoller und offener gestaltet werden. 44 Prozent widersprechen dieser Ansicht. Anders als Angestellte und Freiberufler zweifeln insbesondere Beamte und Arbeiter an einer Verbesserung durch "Open Data".

Die Umfrage unter 1.000 Wahlberechtigten wurde von dem Expertenkreis "Internet und Gesellschaft Co://aboratory" in Auftrag gegeben, in dem Experten aus der Internet-Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Online-Szene über netzpolitische Fragen diskutieren. Der Arbeitskreis wird von Google finanziell unterstützt.

Christian Wolf / dpa
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    Zuletzt kommentiert von Strippenleger am 17.10.2010 um 11:39 Uhr
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