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Donnerstag, 16.09.2010 12:48

Internet Explorer 9 Beta im Test - Revolutionärer IE

aus dem Bereich Computer
Von Saskia Brintrup

Am Mittwochabend hat Microsoft seinen neuen Browser offiziell in die Beta-Phase geschickt; nun steht der Internet Explorer 9 Beta zum Download bereit. Die Features klingen vielversprechend: Eine besonders realistische Darstellung, ein Blick in die Zukunft mit dem Fokus auf neuen Standards und eine schnellere Performance durch einen Zugriff auf die Ressourcen der Grafikkarte. Hält der Internet Explorer 9 in der Beta-Version seine Versprechen? Wir haben den neuen Browser ausprobiert.

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IE 9 Beta nur für Vista und Windows 7

Microsoft bietet den IE 9 Beta in 33 Sprachen für die Betriebssysteme Windows 7 und Vista in 32- und 64-bit-Editionen an. XP-Nostalgiker bleiben also außen vor. Nach einigen Minuten Installation und einem Neustart des Computers kann sich der Beta-Nutzer mit dem Browser ins Netz wagen. Eine Startseite informiert zunächst über die Neuerungen und bietet in einer Art Fußnote an, Add-ons standardmäßig abzuschalten, um den Start des Browsers und das Surfen zu beschleunigen. Diese Information enthüllt gleich zwei Neuheiten: Die Fußnote ist die neue Benachrichtigungsleiste, die den Nutzer weniger stören soll als Meldungen in Pop-Up-Fenstern. Auch Fragen wie die Speicherung von Passwörtern werden jetzt dezent am Fußende angezeigt. Darüber hinaus zählt die Add-on-Verwaltung zu den neuen Funktionen: Sie verrät, welche Erweiterungen den Browser lähmen können. Mehr Speed ist schließlich ein Versprechen der ersten Stunde – und auch wirklich notwendig, wenn man sich den Internet Explorer 8 anschaut.

Internet Explorer 8Internet Explorer 9
onlinekosten.de mit dem Internet Explorer 8 (li) und dem neuen Internet Explorer 9 (re) im direkten Vergleich. Zum Vergrößern anklicken. Screenshots: onlinekosten.de

Schneller durch Chakra - SunSpider JavaScript Benchmark

Um Grafiken und Videos besser anzeigen zu können, nutzt der Internet Explorer nun eine Hardwarebeschleunigung und soll so auch High Definition Inhalte stabiler abspielen. Zum beschleunigten Surfen soll vor allem die neue JavaScript-Engine Chakra beitragen. Wie gut Chakra arbeitet, zeigt der SunSpider JavaScript-Benchmark. In unserem Test war die IE 9 Beta mehr als elfmal so schnell wie der Internet Explorer 8. Auch beim Surfen macht sich je nach Website ein Geschwindigkeitsanstieg bemerkbar.

IE 9 Beta im Acid3-Test

Für direkt in der Website eingebundene Videos und Audioclips unterstützt der Internet Explorer 9 nun außerdem HTML 5. Sollte eine Website mit dem neuen IE noch nicht korrekt angezeigt werden, kann der Nutzer auf die Kompatibilitätsansicht klicken, die die Seite im Look des IE 8 öffnet. Im Acid3-Test erreichte die Internet Explorer 9 Beta in unserem Versuch 95 von 100 Punkten, der IE 8 magere 20 Punkte mit Darstellungsfehlern und der Firefox 3.6.8 gute 94 Punkte. Lediglich an Chrome reicht die Beta nicht heran; der Google Browser absolviert den Test schneller, flüssiger und besser und erzielt 100 Punkte.

Für Entwickler und Web-Designer hält Microsoft auf der IE 9 Test Drive Website weiterführende Informationen und Tools bereit, um die Performance zu testen. Eines davon ist FishIE Tank, ein simuliertes Aquarium. Im direkten Vergleich mit dem Firefox 3.6 zeigte sich selbst auf einem PC mit schwacher Onboardgrafik ein deutlicher Vorsprung: Während der IE 20 Fische flüssig durch das Aquarium schwimmen ließ, ruckelte es im Firefox mit halber Framerate. Besonders prägnant wurde die gestiegene Leistung in Kombination mit einer Grafikkarte aus der gehobenen Mittelklasse, die sogar 1.000 Fische ohne Probleme und Ruckler anzeigte.

Neben einer höheren Geschwindigkeit betont Microsoft besonders die optische Verbesserung, die die Website an sich in den Vordergrund rücken soll. Und tatsächlich haben die Redmonder ordentlich aufgeräumt und zum Beispiel Adressleiste und Suchfeld zu einem neuen Einzelfeld zusammengefügt. Jetzt lassen sich URLs und auch Begriffe für die Suche in Microsofts Suchmaschine Bing im selben Feld eingeben. Andere Suchanbieter können per Add-on nachgereicht werden. Außerdem haben die Entwickler Menüpunkte wie Seite, Sicherheit und Extras aus dem Internet Explorer 8 sowie die zahlreichen Symbole für Favoriten oder zum Drucken auf drei einfache Icons zusammengestrichen. Von dort aus sind alle gewohnten Funktionen und Einstellungen erreichbar. Das Ergebnis ist ein hübscher, aufgeräumter Look, der wesentlich moderner wirkt als die Oberfläche des IE 8 und an Chrome erinnert: Der Google Browser mag es ebenfalls spartanisch. Wer sich mit dem minimalistischen Look nicht anfreunden kann, drückt die Alt-Taste und erhält so eine zusätzliche Leiste mit den Menüpunkten.

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    Zuletzt kommentiert von firefox888 am 24.09.2010 um 02:56 Uhr
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