Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen alles erkunden. Das trifft auch beim Surfen im Internet zu. Laut einer Studie surfen Kinder auch auf Schmuddel-Seiten, die nicht für ihre Augen gedacht sind. Eltern müssen nicht nur in der realen Welt auf ihren Nachwuchs achten, sondern auch im virtuellen globalen Netz die Aktivitäten ihrer Kleinen im Auge behalten. Der US-Internetkonzern Google will Eltern dabei unter die Arme greifen. Google Marketing-Managerin Kate Hammond stellte im offiziellen Google Blog mit dem neuen Family Safety Center eine spezielle Webseite mit Tipps, Videos und Sicherheitstools vor.
Zusammenarbeit mit Kinderschutzorganisationen
Kinder sollten laut Google früh genug über die Gefahren im Internet aufgeklärt werden. Sie sollten nicht jedermann ihre privaten Daten mitteilen und sich auch nicht von Fremden ansprechen lassen. Das "Familien-Sicherheitszentrum", das zunächst nur in englischer Sprache verfügbar ist, hält Informationen zum sicheren Surfen bereit. Google arbeitet mit führenden Kinderschutzorganisationen rund um den Globus zusammen, darunter unter anderem die US-Initiatve OnGuard, das kanadische Centre for Child Protection, die australische Kommunikations- und Medienbehörde, das britische ChildNet oder NetSafe aus Neuseeland. Deren Tipps wurden in die Webseite integriert. Eingeflossen sind auch Ideen und Anregungen von Google-Mitarbeitern, die selber Eltern sind.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen reichen von einer Beschränkung der täglichen Bildschirmzeit, einem Verbot von Computern in Kinderzimmern bis hin zu spontanen Kontrollen der Browser-History und der Profile des Nachwuchses in sozialen Netzwerken. Außerdem finden sich auf der neuen Sicherheitsseite Informationen zur Nutzung der Sicherheitstools- und Kontrollen innerhalb von Google-Produkten.
Google startet das Family Safety Center mit Tipps für Eltern zum Schutz ihrer Kinder im Internet. Screenshot: onlinekosten.de
Google-Dienste bieten Kinderschutzfilter
Die Filterung von Inhalten bei der Google-Suche ermöglicht etwa das Feature SafeSearch. Eltern können die Stärke des Filters selbst einstellen: Ganz ohne Filterung, moderat oder strikt. Das zum Google-Konzern gehörende führende Videoportal YouTube verfügt zudem über einen Safety Mode, der Eltern Kontrolle darüber gibt, auf welche Videos ihre Kinder zugreifen können. Für YouTube, Picasa, Blogger und andere Google-Dienste lässt sich zudem die Gruppe der Benutzer einschränken, die Inhalte wie Videos, Fotos und Blogs teilen können. Schließlich findet sich in Googles Family Safety Center auch ein Bereich, der Tipps zur Verwaltung der Geolokalisierungsfunktionen bei Handys bereithält.
Auch die Hintergrundseiten von onlinekosten.de bieten hilfreiches zum Thema. Unsere Redaktion hat dort den Ratgeber Jugendschutz: Kindersicherung für den Internetzugang zusammengestellt.