Der LTE-Ausbau bei der Telekom schreitet voran. Rund eine Woche nach dem Startschuss in Kyritz (Brandenburg) hat der Bonner Konzern weitere LTE-Basisstationen in Betrieb genommen. Dieses Mal in Bayern, genauer gesagt in Burgbernheim (ca. 3.000 Einwohner), Hemau (ca. 8.500 Einwohner), Nennslingen (ca. 1.400 Einwohner) und Wörth an der Donau (ca. 4.500 Einwohner).
Breitband-Internet ohne Glasfaseranschluss
In Kürze wird es in diesen Städten möglich sein, auf Basis einer Funklösung mit DSL-Geschwindigkeit im Internet zu surfen, ohne an ein Glasfasernetz angeschlossen zu sein. Allerdings fehlt es noch an den notwendigen Endgeräten. Sie sollen nach derzeitigem Stand im Frühjahr des kommenden Jahres zur Verfügung stehen. Bis zum Jahresende will die Telekom bundesweit über 500 Orte mit LTE versorgen. Im Jahr 2011 sollten 1.000 weitere Standorte mit der vierten Mobilfunk-Generation ausgestattet werden.
Im Mai hat die Telekom für rund 1,3 Milliarden Euro neue Funkfrequenzen ersteigert, die den Ausbau des LTE-Netzes überhaupt erst ermöglichen. Die Nutzung der ehemaligen Rundfunkfrequenzen ist an strenge Lizenzauflagen der Bundesnetzagentur gebunden. Demnach müssen 90 Prozent der unversorgten Orte in Deutschland bis 2016 an schnelle Breitband-Infrastruktur angeschlossen werden. "Wir sind zuversichtlich, die Auflagen sogar noch früher zu erfüllen", sagt Michael Keller, Leiter Technik Mobilfunk der Telekom Deutschland in Bayern.
Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, ob auch der eigene Wohnort von der Telekom mit LTE versorgt wird, kann sich unter www.telekom.de/4g unverbindlich registrieren.
Hayo Lücke