Donnerstag, 09.09.2010 12:40

Adobe: Kritische Lücke in Reader und Acrobat

aus dem Bereich Sonstiges

Wieder einmal muss Adobe vor einer schweren Sicherheitslücke in seinen Programmen Adobe Reader und Acrobat warnen. Derzeit ist erhöhte Vorsicht beim Öffnen von PDF-Dokumenten angebracht. Nach Unternehmensangaben gebe es bereits Berichte, dass die Schwachstelle aktiv ausgenutzt werde. Der Softwarehersteller arbeite mit Hochdruck an einem Update.

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Noch kein Patch verfügbar

Die von Adobe in einem Sicherheitshinweis selbst als kritisch eingestufte Lücke betrifft den Adobe Reader 9.3.4 und frühere Versionen für die Betriebssysteme Windows, Mac OS X und Unix. Gefährdet ist auch Adobe Acrobat 9.3.4 und ältere Versionen für Windows und Mac OS X. Auf betroffenen Rechnern können manipulierte PDF-Dokumente einen Systemabsturz verursachen und Angreifern die Kontrolle über den Computer ermöglichen.

Adobe erstelle derzeit einen Zeitplan, um ein Update möglichst schnell bereitstellen zu können. Das US-Unternehmen arbeite mit Anbietern von Sicherheitslösungen zusammen, damit diese rasch Methoden zum Auffinden möglicher Schädlinge und zur Quarantäne entwickeln - bis ein Patch erhältlich ist.

Kaspersky: Schädling verfügt über gültige digitale Signatur

Laut den Experten von Kaspersky Labs versucht ein manipuliertes PDF-Dokument eine ausführbare Datei im temp-Verzeichnis zu platzieren und von dort zu starten. Die Datei selber verfüge über eine gültige digitale Signatur und werde daher nicht von allen Virenschutzprogrammen überprüft. Die Sicherheitsexperten von Sophos haben den in dem PDF mitgelieferten Schädling als Trojaner Troj/Agent-OOH identifiziert. Sophos habe bei den Tests zudem feststellen können, dass die Malware vermutlich aktiviertes JavaScript benötige. Adobe selbst rät zwar nicht als vorläufige Schutzmaßnahme JavaScript zu deaktivieren, doch bei den Sophos vorliegenden Testdateien half dies. Adobe gibt den Anwendern der Software dagegen wie gewöhnlich nur den Hinweis die Antivirenschutz-Lösungen auf ihren Rechnern aktuell zu halten.

Alternativ können Nutzer zum Öffnen von PDF-Dokumenten vorübergehend auch auf andere PDF-Reader wie etwa den Foxit Reader umsteigen.

Jörg Schamberg
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