Dienstag, 07.09.2010 19:04

Google will Deutsche mit "coolen Diensten" gewinnen

aus dem Bereich Sonstiges

Ein Auftritt in Berlin ist für Google-Chef Eric Schmidt nicht gerade ein Heimspiel. In keiner anderen Hauptstadt musste der Suchmaschinengigant soviel Kritik an neuen Diensten wie Google Street View einstecken wie in Berlin. Doch beim Auftritt auf dem Berliner Messegelände zum Abschluss der IFA agiert der Konzernchef so, als sei Google auch in Deutschland der Liebling der Massen. Und mit der Zeit würden die Deutschen auch den viel gescholtenen Fotoatlas Street View schätzen lernen. "Die meisten Menschen werden diesen Dienst lieben."

Anzeige

Schritt in Richtung Echtzeit-Übersetzung

Schmidt nutzte seine "Keynote" unterm Funkturm, um dem Publikum einen Blick in die Entwicklungslabors von Google zu ermöglichen. So soll es für Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android ein Programm geben, das eine gesprochene Konversation Satz für Satz erkennt und übersetzt. "Wir kommen mit dieser App einem Menschheitstraum nahe, Kommunikation in Echtzeit übersetzen zu können." Die Bedeutung der Spracherkennung werde ständig wachsen. Schon heute würden ein Viertel aller Suchanfragen von einem mobilen Gerät in gesprochener Sprache abgesetzt.

Als Wachstumsfeld hat Google außerdem das heimische Wohnzimmer ausgemacht. Dort soll der Dienst Google TV genutzt werden, der einen Webbrowser mit einer Google-Suche auf den Fernseher bringt. "Bei Wettbewerbern sieht man nur 20 oder 30 kleine Programme auf den TV- Gerät", sagte Brittany Bohnet, die Produktmanagerin für Google TV. "Bei uns gibt es das volle Web sowie zehntausende Apps aus dem Android Market."

Dienste brauchen Informationen

Damit die Google-Dienste jedoch ihren vollen Nutzen entfalten, müssen die Anwender mehr oder weniger Informationen von sich preisgeben. Für personalisierte Vorschläge zum TV-Programm müssen sich die Besitzer eines Google TV in das System einloggen. Und eine auf die persönlichen Vorlieben des Anwenders zugeschnittene Suche im Web sei umso besser, je größer die Ausgangsbasis sei. "Letztlich geht es buchstäblich um alle Ihre Informationen - E-Mail, Sachen, die Ihnen am Herzen liegen - mit Ihrer Erlaubnis natürlich."

In kleinerer Runde räumt der Google-Chef ein, dass sein Unternehmen sich bewusst sei, dass die Menschen in Deutschland besondere Datenschutz-Bedürfnisse haben. Dies habe Google auch bei der Einführung von Street View berücksichtigt. "In keinem anderen Land haben wir die Option eingeräumt, noch vor dem Start des Dienstes Bilder löschen zu lassen." Die skeptische Haltung der Deutschen werde sich aber ändern.

Einer Horrorvision der Datenschützer tritt Schmidt in Berlin aktiv entgegen: Google werde kein Gesichtserkennungsprogramm auf das Handy bringen, mit dem man Passanten auf der Straße identifizieren und mit Informationen aus dem Web verknüpfen können. "Das ist zum einen illegal. Außerdem wäre das zu gruselig."

Computer merkt sich alles

Insgesamt vertritt Schmidt aber glasklar die Vision, dass sich Computer - vor allem im Handy - tief in das Leben der Menschen einmischen werden. Die Menschheit stehe dank der Technologie vor einer "Goldenen Ära", versprach der Google-Chef. "In der Zukunft vergessen Sie nichts - weil der Computer sich alles merkt." Jeder könne jederzeit alles erfahren. Und man werde sich auch nie wieder verirren. "Der Computer wird in allem gut sein, was wir nicht so gut können." Das funktioniere eben aber nur, wenn man die Maschinen mit möglichst vielen Informationen füttere.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
 und irgendwann.... (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von ProJ5 am 07.09.2010 um 23:40 Uhr
 Suche

Turbo Internet
DSL 16000 ist im Vergleich zu DSL 1000 oder DSL 2000 zwar schnell.
Mit VDSL geht es noch viel schneller: DSL 25000 und DSL 50000 brechen alle Rekorde im DSL Test.
Aber auch Internet über Kabel kann da mithalten.
VDSL Verfügbarkeit
VDSL Neukunden profitieren von Startguthaben und kostenloser Hardware wie einem Router oder einem Mediacenter.
Jetzt die Telekom VDSL Verfügbarkeit an ihrem Ort prüfen, nach Vodafone VDSL suchen oder die 1und1 VDSL Verfügbarkeit klären.
Mobilfunk Discounter
Inzwischen ist das Angebot an günstigen Mobilfunk-Tarifen sehr unübersichtlich.
Neben Billigmarken der großen Provider wie Simyo oder Fonic gibt es zahlreiche unbekanntere Discounter mit günstigen Preisen.
Eine Übersicht bietet unser Prepaid-Vergleich.
© 1999-2012 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Presse :: Jobs