Freitag, 03.09.2010 08:01

E-Book-Reader erobern die IFA

aus dem Bereich Sonstiges

Bücher auf der Funkausstellung: Erstmals in der IFA-Geschichte hat die Messe für Unterhaltungselektronik eine eLibrary, also eine elektronische Bibliothek, aufgebaut. In der Rotunde in Halle 13 präsentieren sich Aussteller mit ihren Angeboten rund ums digitale Lesen. "Wir wollen auf dieser Plattform Content- Anbieter und Gerätehersteller rund um das E-Book für den Konsumenten zusammenführen", erklärt Messedirektor Jens Heithecker das Konzept dieses besonderen Ausstellungsbereichs.

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E-Book-Reader vs. Tablet PC

Wie dicke Wälzer präsentieren sich die Ausstellungswände der Anbieter in der eLibrary. In der Mitte des runden Saals laden Würfel zum Lesen ein - natürlich vorzugsweise zum Lesen auf einem E-Reader, wie die speziell für E-Books entwickelten Geräte genannt werden. Diese Angebote mit einem besonders kontrastreichen Graustufen-Display bekommen allerdings zunehmend Konkurrenz von Tablet-Computern. Nach Apples iPad präsentiert etwa der Kölner Hersteller e-noa in der eLibrary sein Interpad, das ab Herbst verkauft werden soll. Auch das Samsung Galaxy Tab wird erstmals auf dem Berliner Messegelände ausgestellt.

Die Aussicht auf einen allmählichen Durchbruch beim digitalen Lesen ruft neue Anbieter den Plan. Bisher haben vor allem Sony und Amazon mit seinem Kindle die E-Reader-Szene geprägt. Auf der IFA kommen Unternehmen wie Acer und Medion dazu, die stets den Massenmarkt im Blick haben. Auch der Buchhändler Thalia will die Messe dazu nutzen, einen eigenen E-Reader zu präsentieren. Gleich fünf Modelle zeigt der ukrainische Hersteller Pocketbook Readers.

Von der Buchmesse zur IFA

Bislang war es vor allem die Frankfurter Buchmesse, die den E- Books ein Forum geboten hat. Jetzt hätten die Anbieter auch die IFA als Plattform entdeckt, sagt der Experte Dieter Gerdemann von der Beratungsgesellschaft A.T.Kearney und fügt hinzu: "Die IFA wird auf Dauer ein relevantes Forum der E-Book-Reader-Branche sein."

Hayo Lücke / dpa
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