Anzeige:
Dienstag, 31.08.2010 10:33

HbbTV soll Fernsehen und Internet verbinden

aus dem Bereich Sonstiges

Mit dem neuen Format HbbTV will die europäische TV-Branche Fernsehen und Internet-Angebote miteinander verschmelzen. Die Vision ist, dass der Zuschauer bequem zwischen einer Fernsehübertragung und Online-Video wechseln kann - auf einem Gerät und mit einer Fernbedienung. Dafür werden allerdings auch entsprechende neue Geräte nötig. Für die Zukunft ist auch interaktives Fernsehen geplant, bei dem die Zuschauer sich in das Geschehen auf dem Bildschirm einmischen können.

Anzeige

HbbTV = Hybrid-Fernsehen

HbbTV wird oft auch Hybrid-Fernsehen genannt. Die Abkürzung steht für "Hybrid Broadcast Broadband TV", also eine Kombination aus Fernsehübertragung und Breitband. Fernsehsender und Schwergewichte der Elektronik-Branche wie Philips, Sony oder Cisco einigten sich auf einen Standard, um einen Formatkrieg wie bei den DVD-Nachfolgern Blu-ray und HD DVD zu vermeiden.

Allerdings zeichnet sich bereits Konkurrenz ab. So will Google in diesem Jahr einen eigenen TV-Dienst mit dem Namen Google TV starten, der ebenfalls klassisches Fernsehen und Online-Angebote miteinander verknüpfen soll - und dem Internet-Konzern gehört die Video-Plattform YouTube. Spekulationen zufolge könnte auch Apple demnächst seine Online-Videoaktivitäten verstärken.

ZDF setzt auf HbbTV

Schon einen Schritt weiter ist das ZDF. Der TV-Sender will die nahende IFA dazu nutzen HbbTV genauer vorzustellen. "Das neue Hybrid-TV ist ein Meilenstein auf dem Weg in die digitale Welt", sagt ZDF-Intendant Markus Schächter. Er betont aber auch: "Die Verschmelzung von Fernsehen und Internet ist die Zukunft. Wir stehen aber noch am Anfang der Entwicklung."

Zunächst bringt das ZDF seine Mediathek in die Wohnzimmer. Bisher war die Nutzung des Kurzzeitarchivs praktisch nur auf Computern möglich ­ und deshalb für viele unbequem. Von September an können die Zuschauer nun Sendungen, die sie verpasst haben, auf einem Hybridfernseher anschauen. "Es gibt dann auch in der klassischen Fernsehsituation kein Diktat der Zeit mehr. Das schätzen vor allem junge Menschen", meint Schächter. So könne man das "heute-journal" nachts um halb zwei anschauen, ohne den Computer hochzufahren oder den Rekorder einzustellen.

Der Intendant rechnet für diesen Herbst zunächst mit einigen hunderttausend Nutzern. Bis Jahresende soll es bundesweit bereits mehr als zwei Millionen solcher Geräte geben. Im kommenden Jahr baut der Sender das Angebot weiter aus, so dass sich Zuschauer zum Beispiel unmittelbar an Wahlsendungen beteiligen können, was bisher nur vom PC oder Laptop aus möglich war. Auch ein begleitendes Angebot zum "heute-journal" ist in der Entwicklung.

Hayo Lücke / dpa
Kommentieren (Neuen Kommentar verfassen):
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
 Suche

  News
Dienstag, 31.03.2015
Microsoft stellt Surface 3 vor: Ab 7. Mai ab 599 Euro erhältlich
Huawei: 33 Prozent mehr Gewinn - Deutschland beliebter Partner
Dialog statt Randale: Samsung und LG wollen Rechtsstreit beenden
Facebook zieht in neue Zentrale ein: Größter offener Büroraum der Welt
Kabel Deutschland erweitert WLAN-Netz: Über 750.000 Hotspots
Apple recycelt Android-Handys - iPhone dadurch günstiger
WhatsApp: Telefon-Funktion für alle Android-Nutzer freigeschaltet
Pebble Time: 20 Millionen Dollar eingesammelt - Gravuren als Dankeschön
o2 und E-Plus: National Roaming vorzeitig gestartet
Vernetzte Geräte: IBM pusht Internet der Dinge mit drei Milliarden Dollar
Facebook: Fünf Android-Apps für den Messenger
Microsoft: "Halo 5" kommt Ende Oktober auf die Xbox One
Montag, 30.03.2015
Orbitcom sucht den "lahmsten Surfer Deutschlands"
"Big Brother" aus einer Hand: Norddeutsches Abhörzentrum soll 2020 starten
Panne: Persönliche Daten von Merkel, Obama, Putin & Co an falschen Empfänger gemailt
Weitere News
Video on Demand
Trotz Kabel digital oder IPTV nix Interessantes gefunden?
Abhilfe schafft Video on Demand.
Per Download oder Videostream über das DSL Kabel kommen aktuelle Filme und Serien direkt nach Hause.
Mobiles Internet
Unterwegs und trotzdem Online: Mobiles Internet per UMTS macht's möglich.
Fast genauso schnell im Speed Test oder sogar schneller als ein regulärer Internetzugang.
Damit ist mobiles Internet neben Kabel digital auch als Alternative interessant, wenn die DSL Verfügbarkeit am Wohnort eingeschränkt ist.
© 1999-2015 onlinekosten.de GmbH :: Datenschutz :: Impressum :: Leistungsschutzrecht :: Presse :: Jobs