Nach dem Update auf Android 2.2 können die Nutzer den mobilen Flash Player 10.1 installieren, bis dahin bleiben Flash-Inhalte leider außen vor. Zudem werden dann die neuen Android Apps von Google, Voice Actions und Chrome to Phone, unterstützt, die den mobilen mit dem stationären Browser abgleichen und die Sprachsteuerung deutlich erweitern. Zum Überbrücken bietet das Dell Streak eine Sprachsteuerung von Nuance, die sich auf Anrufe beschränkt. Über den Link zum Android Market kann der Besitzer auf weitere kostenlose und kostenpflichtige Apps zugreifen.
Inhalt:
- Dell Streak ausgepackt und angeschaut
- Touchscreen, Bedienung und Android
- Android-Update, Handy-Features und Kamera
- Datenübertragung, Multimedia und Fazit
Handy-Eigenschaften des Dell Streak
Auch wenn Dell das Gerät insbesondere für alle Arten von Internet-Anwendungen konzipiert hat, ruft das Smartphone im Streak nach der Telefoniefunktion. Für die Nutzung am Ohr ist das Gerät schon etwas groß und schwer. Mit einem Telefon, das fast die Ausmaße einer Tafel Schokolade und das doppelte Gewicht der Kalorienbombe hat, stellt sich schnell das Gefühl ein, dass das so auch nicht vorgesehen ist. Telefoniert wird daher besser mit dem Streak in der Tasche oder auf dem Schoß, entweder über den Lautsprecher oder mit dem Headset. Das Sprechen mit In-Ear-Hörern, die Umgebungsgeräusche unterdrücken, mag aber nicht jeder. Alternativ kann das Tablet auch mit einem Bluetooth-Headset gekoppelt werden.
Zu den weiteren Handy-Features zählen die Möglichkeit, SMS und MMS zu verschicken, HSDPA-Unterstützung für mobiles Surfen mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde und alternativ auch UMTS, GSM und EDGE. Wer das Gerät zu Hause nutzt, kann auf WLAN umschwenken und Geld sparen.
Eine E-Mail-Anwendung mit Tool zum Zugriff auf einen Exchange-Server und Instant Messenger fehlen dem Streak auch nicht. Zum Tippen von Texten blendet es eine Mini-Tastatur ein. Zum 10-Finger-Schreiben ist das Streak an sich und daher auch das Tastenfeld viel zu klein, nach etwas Übung klappt es aber, die gewünschten Zeichen zu treffen. Allzu große Finger darf man jedoch sicher nicht haben. Sehr gut hat uns gefallen, dass die Tastatur auch direkt die Eingabe von Sonderzeichen und Zahlen ermöglicht. Beim iPad waren sie trotz größerem Display schwerer zugänglich.
Das leisten die Kameras

Bilder mit dem Dell Streak: Einmal mit Blitz bei ungünstigen Lichtverhältnissen (li) und einmal durch ein geschlossenes Fenster (re).
Bilder: onlinekosten.de. Zum Vergrößern anklicken.
Dell hat dem Streak gleich zwei Kameras verpasst. Die Hauptkamera auf der Rückseite schießt Bilder mit bis zu fünf Megapixeln und verfügt über einen Autofokus sowie Blitzlicht. Die Linse wird leider gerne von einem Finger verdeckt, sodass man das Smartphone nur am Rahmen festhalten kann, wenn die Hand nicht mit auf das Bild soll. Helligkeit, Auflösung und Kontrast lassen sich schon vor dem Fotografieren einstellen, die Bilder sind insgesamt aber etwas hell beziehungsweise die Farben wirken zu grell. Als Auslöser dient die Kamera-Taste auf der Oberseite oder iPhone-like das Display. Videos lassen sich ebenfalls aufnehmen, allerdings nur mit maximal 640x480 Pixeln (VGA-Qualität). Wirklich flüssig ist das Ergebnis nicht, sonderlich schlecht aber auch nicht. Die Front-Kamera kommt mit einer VGA-Auflösung aus und kann für Videotelefonate oder Portrait-Schnappschüsse genutzt werden. Die Bilder lassen sich auch direkt am Gerät bearbeiten: Der Nutzer kann die Farben beeinflussen, Ausschnitte wählen und Effekte, wie eine Cartoon-Optik, hinzufügen.