Die Vorderseite besteht fast nur aus Display: 5 Zoll beziehungsweise 12 Zentimeter in der Diagonalen ist der stattliche Multitouchscreen mit einer Auflösung von 800x480 Pixeln groß. Das entspricht immerhin der Hälfte der Größe des iPad-Displays beziehungsweise 1,5 Zoll mehr als das iPhone 4 (Test) zu bieten hat. Verglichen mit einem Netbook sind in der Breite genügend Pixel vorhanden, um viele Websites ohne horizontales Scrollen anzuschauen. Genau wie das neue iPhone kann auch das Streak die Helligkeit des Bildschirms automatisch am Umgebungslicht ausrichten oder manuell anpassen. Auch eine kratzfeste Oberfläche findet sich hier: Dell hat sich für ein Spezialglas mit der Bezeichnung "Gorillaglas" entschieden. Es ist sehr glatt und gestaltet die Fingerbedienung extrem angenehm. Zwar spiegelt es dadurch, die tolle Optik überstrahlt aber die schlechtere Sicht im Freien. Die Verarbeitung lässt sich insgesamt als sehr gut bezeichnen, Kratzer finden wir nach mehrtägiger Benutzung nicht.
Inhalt:
- Dell Streak ausgepackt und angeschaut
- Touchscreen, Bedienung und Android
- Android-Update, Handy-Features und Kamera
- Datenübertragung, Multimedia und Fazit
1-Gigahertz-Prozessor
Das Streak kann das hohe Level auch im generellen Betrieb halten. Der 1,0 Gigahertz starke Snapdragen-Prozessor und der 512 Megabyte große Arbeitsspeicher lassen den Nutzer schnell zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln, Warte- oder Ladezeiten gibt es quasi nicht. Besonders flott schaltet das Streak zudem zwischen dem Standby-Modus und dem Betriebszustand um. Das Aufwecken dauert nur einen Augenblick.
Bedientasten und Desktop-Roulette
Alle Bedienelemente befinden sich (in horizontaler Lage) auf der Oberseite: die Lautstärketasten, der Power-Schalter, ein Schnellstartknopf für die Kamera und der Anschluss für die Kopfhörer. Die berührungsempfindlichen Tasten liegen dann rechts neben dem Display und umfassen die Punkte Zurück, Menü und Startseite. Auf dem Start-Desktop befinden sich zunächst fünf Symbole, darunter eine Google-Suchleiste. Mit einem leichten Wisch über das Display lässt sich durch bis zu fünf weitere Desktops blättern, auf denen der Nutzer nach Belieben Apps und Widgets anordnen kann. Eine Netzwerk-Oberfläche mit Facebook und Twitter bringt das Streak schon mit, weitere lassen sich beispielsweise mit Tools rund um den Job oder News-Anwendungen befüllen – genau wie bei Ubuntu. Dank Bewegungssensor kann das Streak samt Bildschirminhalt gedreht werden, das iPad meistert diese Disziplin aber besser.
Apps und Widgets lassen sich auf mehrere Desktops verteilen. Bild: Dell
Android-Version noch nicht up-to-date
Das von Google lancierte Betriebssystem steht mittlerweile in Version Android 2.2 alias Froyo (Frozen Yogurt) bereit, auf dem Streak macht sich jedoch noch Android 1.6 breit. Laut Dell ist es eine modifizierte Variante beziehungsweise eine Mischung aus Android 1.6 und 2.1. Ein Update auf 2.2 ist definitiv geplant und soll "sehr zeitnah", auf jeden Fall noch innerhalb dieses Jahres, folgen. Auf die Frage, warum sich Dell für das Streak überhaupt Android herausgepickt hat, sagte der Hersteller gegenüber unserer Redaktion, dass das Betriebssystem sowohl für den Anbieter als auch für Kunden attraktiv sei. Für Android hätten unter anderem viele kostenlose Apps, die Offenheit und auch die Tatsache gesprochen, dass das System – im Gegensatz zu Windows - von vornherein auf die Bedienung per Touchscreen ausgelegt sei.