Dienstag, 24.08.2010 12:01

Atom N550: Dual-Core-Prozessor für Netbooks ist da

aus dem Bereich Computer

In den kleinen und günstigen Netbooks mit 10-Zoll-Display findet sich fast ausschließlich der neue Intel Atom Pineview N450 Prozessor wieder. Auch größere Geräte, die kaum noch als Netbook bezeichnet werden können, verlassen sich zum Teil auf die stromsparende CPU – wie zum Beispiel der Asus Eee PC 1201PN (Test). Das Problem: Die 1,66 Gigahertz (GHz) Rechenleistung sponsert ein einziger Kern. Jetzt hat Intel endlich einen zweiten Kern hinzugefügt. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, zusammen mit Nokia ein gemeinsames Forschungszentrum zu eröffnen.

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Unterstützung für DDR3-Speicher

Anfang Juni kündigte Intel auf der Computex in Taiwan bereits Dual-Core-Atom-Prozessoren aus der Pineview-Reihe bis zum Weihnachtsgeschäft an. Der erste ist nun der Atom N550 mit einer Taktfrequenz von 1,5 GHz und 512 Kilobyte L2-Cache pro Kern. Genau wie beim N450 sitzt auch beim N550 der Intel Graphics Media Accelerator 3150 mit auf dem Chip. Die Fertigung erfolgt ebenso im 45-Nanometer-Verfahren. Zwei Unterschiede gibt es aber noch, und zwar bezüglich des unterstützten Arbeitsspeichers und des Stromverbrauchs.

Wie der neuere Single-Core N455 versteht sich der Dual-Core-Atom mit bis zu zwei Gigabyte DDR3-RAM, verglichen mit dem N450 weist er aber eine höhere Thermal Design Power auf. 8,5 Watt gibt Intel als Verbrauch an, für den Einkerner liefert die Tabelle einen Wert von 5,5 Watt. Trotzdem verspricht Intel ähnliche Akkulaufzeiten.

Neue Netbooks im Anmarsch

Laut Intel wurden seit der Markteinführung 2008 bereits mehr als 70 Millionen Atom-Prozessoren verkauft. Netbooks mit dem neuen Dual-Core-Modell sollen von den großen Herstellern Acer, Asus, Fujitsu, LG, MSI, Samsung und Toshiba folgen. Jede Menge bereits erhältliche Netbooks und Testberichte gibt es in unserem Hintergrundbereich.

Intel forscht mit Nokia

Nicht mit Prozessoren, sondern mit Anwendungen für mobile Geräte beschäftigt sich Intel außerdem künftig zusammen mit Nokia. Mit dem finnischen Handy-Hersteller eröffnet der Chipriese am Dienstag in Oulu in Finnland das erste gemeinsame Forschungszentrum. Das Intel und Nokia Joint Innovation Center soll rund 24 Entwickler und Forscher beschäftigen, die auf Basis von Open-Source-Plattformen wie MeeGo die Bedienung von Geräten vereinfachen sollen. Als weiteres mögliches Thema nannte Intel 3D-Hologramme, die den Gesprächspartner auf das eigene Handy-Display holen.

Saskia Brintrup
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