Für die Grafikaufgaben ist, wie bereits anfangs erwähnt, die Nvidia Ion 2 Plattform mit DirectX-10-Unterstützung verantwortlich, dessen Prozessor-Partner der Intel Pine Trail Prozessor N450 mit 1,66 Gigahertz ist. Die Single-Core-CPU ist unserer Redaktion schon in einigen Netbooks begegnet und kaum stärker als ihr Vorgänger N270, der bis dahin fast jedes Netbook antrieb. Der Vorteil liegt im geringeren Stromverbrauch. Immerhin sind 2 anstatt nur 1 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher an Bord, sodass Windows 7 Starter der Home Premium Edition weichen konnte. Auf die Festplatte passen 250 GB.
Eee PC 1201PN im Test
- Aussehen, Maße und Schnittstellen
- Hardware, Leistung und Display
- Software, Fazit, Akkuleistung und Fazit
Nvidia Ion 2: Spiele- und Videoleistung
Laut Nvidia erreicht die zweite Ion-Generation die zehnfache Leistung üblicher Netbook-Grafiklösungen. Anstelle eines Onboardchips wird schließlich eine dedizierte Grafikkarte mit 512 Megabyte DDR3-Grafikspeicher verwendet. In einem Vergleich der nackten Benchmark-Zahlen (Seite 3) mit einer Nvidia GeForce GT 330M (wie im Toshiba Satellite A660-151 Test), erreicht Ion 2 ein Drittel der Leistung. Der Benchmark von Devil May Cry ergab bei 1.024x576 Pixeln und hohen Details beziehungsweise 1.280x720 und niedrigen Einstellung noch flüssiges Spielen. Crysis hingegen überforderte die Grafikkarte deutlich und wurde zum Stop-and-go-Spiel. Den neuen Ion Chip gibt es auch mit Nvidia Optimus, im Eee PC 1201PN ist die Funktion zum Wechseln zwischen Onboardgrafik und Karte aber nicht enthalten.
Dass mit einer Grafikkarte mit einer Leistungsaufnahme von lediglich 18 Watt kein nagelneues 3D-Spiel flüssig über den Bildschirm tanzt, ist klar. Nvidia will mit Ion auch eher die Lücke zwischen schwachen Netbooks und Multimedia-Notebook schließen und weist der neuen Generation daher vor allem die Wiedergabe von High Definition Videos zu. Im Test spielte der Eee PC 1201PN nicht nur 720p-, sondern auch 1080p-Videos flüssig ab. Hier kommt es aber auf den Player an. Der Freeware-Player VLC unterstützt beispielsweise die Hardwarebeschleunigung, versteht sich aber offenbar schlechter mit Ion 2. Im Test gab er bei 1080p-Videos auf. Ausweichen kann der Filmfan auf den Windows Media Player oder das mitgelieferte TotalMedia Theatre 3.
Beim schwarzen Eee PC 1201PN lässt nur die Tastatur den Hochglanz-Look aus. Auch das Display spiegelt. Bilder: onlinekosten.de.
Scharfes Display
Eine 1080p-Wiedergabe lohnt sich nur dann wirklich, wenn das Bild per HDMI-Schnittstelle auf einen Fernseher oder Monitor mit entsprechender Auflösung übertragen wird. Der 12,1-Zoll-Bildschirm des 1201PN kann aber die kleinere HD-Stufe anzeigen, da er 1.366x768 Pixel zu bieten hat. Bezüglich der Schärfe und Helligkeit gibt es nichts auszusetzen. Die Farbtöne im Rotbereich waren für unseren Geschmack minimal zu schwach, über die Nvidia Systemsteuerung kann hier jedoch nach Belieben nachgebessert werden. Woran sich die Geister scheiden werden, ist die spiegelnde Oberfläche. Besser als bei vielen Netbooks fallen aber die Blickwinkel des 1201PN-Displays aus: Auch zu zweit lässt sich ein Video anschauen. Die Lautsprecher liegen im Mittelfeld und sind demnach weder zu blechern noch auffallend gut.