Montag, 23.08.2010 13:16

Test: Nokia 5228 - Finnisches Discount-Smartphone

aus dem Bereich Mobilfunk
Von Hayo Lücke
Nokia 5228
Nokia 5228 inkl. "Pen". Bild: onlinekosten.de

Neue Smartphones braucht das Land. Immer mehr Menschen wollen mit ihrem Handy nicht nur telefonieren oder SMS schreiben, sondern auch das mobile Internet erkunden. Dafür ist es notwendig, dass das Telefon auf die Nutzung des mobilen Internet optimiert wird. Problem: viele Smartphones sind für die breite Masse zu teuer. Deswegen versuchen es immer mehr Handy-Hersteller mit günstigen Einsteiger-Modellen. Auch Nokia ist im Einsteiger-Segment unterwegs. Eines der neuesten Smartphone-Schnäppchen aus Finnland: das Modell 5228, eine Alternative zum bereits länger erhältlichen 5800. Wir haben untersucht, was das 5228 kann und auf was Nutzer des Geräts verzichten müssen.

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Kontakte auf SIM-Karte? Achtung, bitte!

Der Start in die Mobilfunk-Welt fällt mit dem 5228 erfreulich leicht. Während auf der Rückseite der Akku hinter einer Plastik-Abdeckung eingelegt wird, finden sich an der linken Seite zwei separate Slots, in die SIM-Karte und microSD-Karte (nicht im Lieferumfang enthalten / maximal 16 Gigabyte) geschoben werden können. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ein SIM-Karten-Tausch möglich ist, ohne den Akku aus dem Handy zu nehmen. Schade. Erfreulich ist hingegen die schnelle Bootzeit. Gerade einmal 17 Sekunden vergehen, bis der Nutzer nach dem Einschalten die PIN-Nummer eintippen kann. Ein Nachteil ist wiederum, dass das Telefon standardmäßig so ausgeliefert wird, dass der Telefonspeicher aktiv ist. Wer auf seiner SIM-Karte möglicherweise noch Kontakte gespeichert hat, muss in den Einstellungen zunächst Änderungen vornehmen, damit diese Kontakte im Adressbuch auch angezeigt werden.

Was direkt ins Auge fällt, sind die recht klobigen Abmessungen. Wer gerne ein Handy besitzen möchte, das mit 114 Gramm inklusive eingelegtem Akku recht viel wiegt und mit Abmessungen von 111x52x15 Millimetern auch nicht gerade ein modernes, flaches Design liefert, wird am Nokia 5228 sicher Gefallen finden. Alle anderen werden sich ein paar Jahre in der Zeit zurückversetzt fühlen. Ecken, Kanten, abstehende Tasten - das ist in der heutigen Zeit, in denen vielerorts sehr viel Wert auf ein schnörkelloses Design geachtet wird, zumindest gewöhnungsbedürftig. Hinzu kommt, dass Display und Rahmen nicht ineinander übergehen. Das liefert Staub und Schmutz reichlich Platz, um sich an den Bildschirm-Kanten einzunisten.

Nokia 5228
Display und Rahmen gehen nicht ineinander über (links). SIM- und microSD-Karte wurde je ein separater Slot an der Seite spendiert. Bilder: onlinekosten.de

Dass Nokia es auch anders kann, wurde schon im Jahr 2007 mit dem 6300 (Test) bewiesen. Warum dieser Rückschritt? Nicht nachvollziehbar. Insgesamt wirkt das Nokia 5228 lieblos verarbeitet. Für ein Telefon, das mit einem modernen Touchscreen auf den Markt kommt, sicher nicht die besten Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein. Erfreulich ist, dass Nokia dem Telefon einen 3,2 Zoll großen Bildschirm spendiert hat. Es misst in der Diagonalen Abmessung 8,1 Zentimeter, was für Wenig- und Gelegenheitsnutzer absolut ausreichend ist. Beim Surfen im mobilen Internet ist es zwar auch bei diesem Handy notwendig, viel hin und her zu scrollen, das 16:9-Format mit einer Auflösung von 640x360 Pixeln und die Darstellung von 16,7 Millionen Farben machen aber sehr viel Spaß. Auch aufgrund der zügigen Reaktionszeit des Bildschirms.

Vollständige QWERTZ-Tastatur im Querformat

Richtig ordentlich präsentiert sich auch die Touch-Funktion des Bildschirms, der sowohl per Finger, als auch mit einem Stift bedient werden kann. Der ist in Form eines kleinen Plastik-Plektron im Lieferumfang enthalten. Trotzdem: die Navigation durch das Menü geht leicht von der Hand, das Eintippen von SMS-Nachrichten funktioniert weitestgehend problemlos. Positiv ist anzumerken, dass im Querformat eine vollständige, virtuelle QWERTZ-Tastatur zum Vorschein kommt, die sogar mit separaten Umlaut-Tasten ausgestattet ist. Das wiederum hat aber auch den Nachteil, dass die einzelnen Buchstaben-Tasten vergleichsweise klein ausfallen und der ein oder andere Vertipper dann doch immer mal wieder in Kauf genommen werden muss. Alternativ ist es auch möglich, auf eine klassische T9-Tastatur im Hochformat zu setzen. Angenehm ist obendrein, dass das Telefon bei jedem Display-Tipper ein sensorisches Feedback gibt.

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 Warum nicht das 5230? (0 Beiträge) 
    Zuletzt kommentiert von Typ am 24.08.2010 um 00:52 Uhr
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