Lange galt das Mobilfunknetz von E-Plus als zweitklassig und vor allem in Sachen mobilem Internet als langsam und veraltet. Ein Image, das (auch) beim Wachstum hinderlich sein kann. Deswegen arbeitet die E-Plus Gruppe mit Hochdruck daran, den eigenen Kunden höhere Surfgeschwindigkeiten im Up- und Downstream zur Verfügung zu stellen. Jetzt wurde eine neue Hürde genommen.
Mehr Geschwindigkeit in einzelnen Städten
Wie ein Unternehmenssprecher gegenüber unserer Redaktion bestätigte, ist es Nutzern des E-Plus-Netzes ab sofort möglich, mit bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) online zu gehen. Zuvor lag der Höchstwert bei 1,8 Mbit/s. Allerdings werden die 3,6 Mbit/s nur an einzelnen Standorten und nicht in der Fläche erreicht. Genauere Details dazu, in welchen Städten E-Plus den schnellen Datenturbo auf Basis von HSDPA ausrollt, wurden seitens des Netzbetreibers auch auf Nachfrage nicht kommuniziert. In einschlägigen Internetforen ist aber unter anderem von Standorten im Ruhrgebiet, in Ostwestfalen und im Rhein-Main-Gebiet die Rede.
E-Plus hatte bereits Ende 2009 bekannt gegeben, zusammen mit Netztechnik-Partner ZTE die Netzinfrastruktur stufenweise zu aktualisieren. Der finale Schritt sieht vor, dass im E-Plus-Netz Downstream-Geschwindigkeiten von maximal 21,6 Mbit/s erreicht werden können. Das mobile Internet gilt als ein wichtiger Wachstumstreiber im nationalen und internationalen Mobilfunkgeschäft. E-Plus installiert derzeit vor allem überall dort neue HSDPA- bzw. HSPA+-Netztechnik, wo das UMTS-Netz neu ausgebaut wird.
Hayo Lücke