Kaum ein Handy-Betriebssystem sorgt derzeit für mehr Aufsehen als das von Google entwickelte OS Android. Immer mehr Smartphones basieren auf der sich zügig weiterentwickelnden Firmware. Beispielsweise das Samsung Galaxy S (Test) oder das Sony Ericsson Xperia X10 (Test). Auch LG Electronics ist mit einem Android-Handy am deutschen Markt präsent. Klingt gut, hat aber entscheidende Nachteile. Zum einen ist das LG-Telefon unnötig kompliziert zu bedienen und darüber hinaus wird es (aktuell) nur mit Android-Version 1.6 ausgeliefert. Und das, obwohl Version 2.1 eigentlich Standard sein sollte und viele Geräte sogar schon ein Update auf die Android-Edition 2.2 erhalten. Wir haben genauer unter die Lupe genommen, welche Vor- und Nachteile das GT540 sonst noch zu bieten hat.
Handy mit langer Bootzeit
Zunächst ein Blick auf das Äußerliche: 102 Millimeter lang, 48 Millimeter breit und knapp elf Millimeter dick präsentiert sich das silber-graue Optimus-Smartphone seinem Nutzer - bei einem Gewicht von 118 Gramm. Die Akku-Abdeckung aus Plastik lässt sich per Daumendruck nach oben schieben, um Akku und SIM-Karte einzusetzen. Während die SIM unter dem Akku einzusetzen ist, wurde der microSD-Karte zur Speichererweiterung ein separater Steckplatz oberhalb des Energiespeichers spendiert. Ein Wechsel des Speichermediums ist möglich, ohne den Akku herausnehmen zu müssen. Schwach: bis die PIN nach Betätigung der Start-Taste eingegeben werden kann, vergehen während des Bootvorgangs satte 45 Sekunden.
Die SIM-Karte wird unter dem Akku eingelegt. Bild: onlinekosten.de
Ist das Telefon erst einmal betriebsbereit, folgt für viele flinke Finger der nächste irritierende Moment. LG hat sein Smartphone mit zwei Sensortasten direkt unter dem Display und drei weiteren physischen Tasten ausgestattet. Grundsätzlich ist dagegen nichts zu sagen. Problematisch erweist sich jedoch die Tatsache, dass die rechte der "echten" Tasten nicht nur dazu dient, ein Telefonat zu beenden, sondern auch dazu, die Tastensperre des Telefons zu aktivieren. Das ist - vorsichtig ausgedrückt - nervig und hindert immer wieder an einer zügigen Navigation durch das Menü des Handys. Praktisch ist hingegen die mittig integrierte Home-Taste, die es dem Nutzer erlaubt, aus allen Menü-Unterpunkten schnell und unkompliziert auf den zuletzt verwendeten Homescreen zu gelangen.
Ein Blick auf Homescreen und Menüstruktur des LG GT540. Bilder: onlinekosten.de
Homescreens individuell anpassbar
Wie bei allen gängigen Smartphones ist es auch beim GT540 möglich, persönliche, individuell eingerichtete Startbildschirme einzurichten. Hier lassen sich Widgets und Menüpunkte ablegen, die besonders häufig verwendet werden. Die Menü-Icons werden dafür einfach mit dem Finger aus dem Menü auf den Startscreen gezogen und können ebenso einfach vom jeweiligen Start-Bildschirm in den virtuellen Papierkorb befördert werden. Allerdings: die Zahl der Homescreens ist auf maximal sieben beschränkt.