Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal weniger verdient als im Vorjahr. Der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging um 4,7 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro zurück, teilte der Bonner Konzern am Donnerstag mit.
Auch der Gewinn geht zurück
Der Umsatz sank um 4,4 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente die Telekom 475 Millionen Euro nach 521 Millionen Euro im Vorjahr. Hier wirkte sich die Entkonsolidierung der britischen Tochter mit rund 200 Millionen Euro besonders negativ aus.
Seit diesem Quartal wird die britische Tochter T-Mobile UK entkonsolidiert, nachdem die Telekom sie in das Gemeinschaftsunternehmen Everything Everywhere mit der France-Telecom-Tochter Orange eingebracht hatte. Diesen Effekt heraus gerechnet wäre der Umsatz im Quartalsvergleich um 0,9 Prozent gestiegen, das bereinigte EBITDA um 1,9 Prozent gesunken. Der Überschuss hätte sogar um 20,5 Prozent zugelegt.
Mehr werthaltige Kunden im US-Geschäft
Einen kleinen Lichtblick lieferte das US-Geschäft, das künftig von Philip Humm geleitet wird: In den USA verlor die Telekom vor allem Prepaid-Kunden, die Zahl der Vertragskunden legte genauso zu wie der Datenumsatz je Kunde.
Hayo Lücke
/ dpa