Freitag, 30.07.2010 14:50

Vodafone: UMTS und LTE werden parallel genutzt

aus den Bereichen Breitband, Mobilfunk

Zehn Jahre nach der Versteigerung von Frequenzen für das UMTS-Mobilfunknetz erwartet Vodafone, dass diese Technik auch nach der geplanten Einführung eines noch schnelleren Standards weiter Bestand haben wird. Mit "Long Term Evolution" (LTE) werde das Internet für alle und in der Fläche Realität, erklärte der Deutschland-Chef von Vodafone, Fritz Joussen, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Aber "UMTS und LTE ergänzen sich".

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Kommunikation wird durchweg mobil

LTE verspricht Download-Geschwindigkeiten bis 300 Megabit pro Sekunde - das ist rund 40 Mal so schnell wie mit dem UMTS-Turbo HSDPA. "Die Bandbreiten werden steigen und unser Leben durchweg mobil in der Kommunikation", erklärte Joussen. "Dafür rüsten wir uns - mit neuen Frequenzen und der nächsten Hightech-Technologie." Die ersten LTE-Netze sollen bis Ende des Jahres verfügbar sein.

Am 31. Juli 2000 begann in Mainz die Versteigerung der ersten verfügbaren UMTS-Frequenzen. Nach fast dreiwöchigem Poker sicherten sich damals sechs Unternehmen die Lizenz für die mit großen Hoffnungen verbundene Zukunftstechnik - für umgerechnet rund 50 Milliarden Euro. Bis heute sind in Deutschland vier Anbieter übrig geblieben: Die Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus und o2. Bei der Versteigerung der für LTE geeigneten Frequenzen gaben die deutschen Netzbetreiber in diesem Mai gerade mal 4,4 Milliarden Euro aus.

Mobile Datendienste mit zweistelligen Wachstumsraten

"Frequenzen sind unser Rohstoff", antwortete Joussen auf die Frage, ob die Ersteigerung der UMTS-Frequenzen die Erwartungen erfüllt habe. "Mit UMTS wurde das Telefon zum Smartphone, das Internet mobil." Inzwischen lieferten die mobilen Datendienste einen Beitrag von mehr als einer Milliarde Euro zum Jahresumsatz von Vodafone in Deutschland, bei zweistelligen Wachstumsraten im Jahr.

Michael Posdziech / dpa
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    Zuletzt kommentiert von Meester Proper am 31.07.2010 um 14:30 Uhr
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