Nach Vodafone hat auch E-Plus das zweite Quartal des laufenden Jahres mit einem deutlichen Kundenplus abgeschlossen. Das erste Mal seit dem zweiten Quartal 2008 blieb der Konzern in der Neukundengewinnung aber hierzulande hinter dem britischen Konkurrenten zurück. Zwischen April und Juni konnte E-Plus wie schon im Vorquartal 300.000 SIM-Karten an das eigene Netz anschließen. Vodafone hatte es auf 336.000 neu registrierte Kunden gebracht.
Viele neue Prepaid-Kunden
Weiterhin sehr erfolgreich ist E-Plus mit seinen Prepaid-Tarifen. Allein 249.000 der neuen Kunden entschieden sich für ein solches Angebot. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass nur 51.000 Neukunden einen Vertragstarif von Base und Co. abgeschlossen haben. Insgesamt sind inzwischen 19,59 Millionen SIM-Karten im E-Plus-Netz registriert. In den vergangenen zwölf Monaten kamen 1,4 Millionen hinzu.
Dieses Wachstum soll sich in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen. "Dabei setzen wir auf unsere bewährten Stärken im Flatrate- und Discount-Segment und werden dort neben den gewohnt günstigen Sprachtarifen künftig verstärkt mit preiswerten Datenangeboten und attraktiven Smartphones angreifen", kündigt E-Plus-Chef Thorsten Dirks an. In den kommenden Monaten soll die Netztechnik des E-Plus-Netzes Schritt für Schritt mit HSPA+ ausgestattet werden. Damit wird es möglich, mit maximal 21,6 Megabit pro Sekunde über das Handy im Internet zu surfen.
Bei E-Plus klettert vor allem die Zahl der Prepaid-Kunden. Bild: E-Plus
E-Plus erreicht mehr Umsatz
Finanziell konnte sich die E-Plus Gruppe im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr leicht verbessern. Mit 803 Millionen Euro wurde knapp 1 Prozent mehr eingenommen. Der Umsatz mit Mobilfunkdiensten legte 2 Prozent auf 772 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte 345 Millionen Euro und damit 3,6 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Etwa 28 Prozent der durchschnittlichen Kundenumsätze werden mit Daten-Umsätzen erwirtschaftet. E-Plus zählt dazu allerdings auch SMS.
Hayo Lücke