Nach regelmäßigen Sicherheitslücken in seinem weit verbreiteten Programm zum Lesen von PDF-Dokumenten (Portable Document Format), bereitet die kalifornische Softwarefirma Adobe einen umfassenden Schutz vor. Die nächste Windows-Version für den Adobe Reader soll verhindern, dass schädlicher Code, der in eine PDF-Datei geschmuggelt wird, das Betriebssystem manipulieren kann.
Schadcode in Sandkasten gefangen
Der für Sicherheitsfragen zuständige Adobe-Manager Brad Arkin erklärte am Dienstag während einer Web-Konferenz vor Journalisten, der Adobe Reader laufe dann in einer "Sandbox" (Sandkasten), die der schädliche Code nicht verlassen könne. "Jeder böswillige Mensch, der den Adobe Reader angreifen will, greift nur die Sandbox an", sagte Arkin.
Adobe baut das neue Sicherheitskonzept auf einer Technik auf, die von Microsoft für Windows entwickelt wurde. Wann die neue Version erscheinen wird, steht noch nicht fest. Erst Ende Juni hatte Adobe wieder ein Sicherheits-Update für den Reader und Acrobat veröffentlicht.
Michael Posdziech
/ dpa