Freitag, 30.07.2010 08:01

LG Mini im Test - Design top, Bedienung teils ein Flop

aus dem Bereich Mobilfunk

Nutzbar ist das LG Mini praktisch rund um den Erdball. Möglich macht es eine integrierte Quadband-Antenne. Wer das mobile Internet nutzen möchte, kann auf UMTS- und HSDPA-Verbindungen ebenso zählen, wie auf eine WLAN-Schnittstelle. Ergänzend dazu steht ein A-GPS-Empfänger zur Verfügung. Für die multimediale Unterhaltung hat LG ein UKW-Radio und einen Media-Player integriert. Letzterer kann nicht nur gängige Audio-Dateien abspielen, sondern unter anderem auch MPEG4- und 3GP-Videos. Außerdem ist das LG Mini mit Dolby Mobile-Technologie für einen kraftvollen Sound versehen worden. Bemerkbar macht sich das vor allem bei Nutzung der mitgelieferten Stereo-Ohrhörer.

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Inhalt:

  1. Ein Elegantes Design
  2. Das Display und die virtuelle Tastatur
  3. Kamera mit Schwächen
  4. Fazit zum LG Mini und Info-Tabelle

Kamera ohne HD-Unterstützung

Mit an Bord ist auch eine Digitalkamera, die mit einer maximalen Auflösung von 2.560x1.920 Pixeln auflöst (5 Megapixel) und einen neunfachen Digitalzoom vorweisen kann. In insgesamt sieben Stufen ist die Auflösung bis auf QVGA-Qualität (320x240) Pixel regulierbar. Etwas schwach auf der Brust präsentiert sich die Digicam bei der Videofunktion. Lediglich drei Auflösungsstufen stehen zur Verfügung - maximal VGA-Qualität mit 640x480 Pixeln. Von Videos in HD-Qualität können Nutzer des LG Mini demnach nur träumen.

Dafür liefert die Kamera im Foto-Modus immerhin fünf Fotomodi (Automatisch, Nacht, Landschaft, Porträt und Sport), vier ISO-Filmempfindlichkeitsstufen (100, 200, 400 und 800) einen Autofokus mit Gesichtserkennung sowie einen Selbstauslöser (3, 5 oder 10 Sekunden). Auch auf eine Smile-Shot- oder Serienbildfunktion muss beim LG Mini niemand verzichten. Aber, und das ist das nächste Manko, der Speicher ist mit gerade einmal 50 Megabyte sehr knapp bemessen. Eine Erweiterung um bis zu 32 Gigabyte ist über eine microSD-Karte zwar möglich, im Lieferumfang ist aber keine Mini-Speicherkarte enthalten. Zusätzliche Kosten sind demnach vorprogrammiert.

Qualitativ macht auch die Kamera des LG Mini durchaus Spaß - zumindest so lange die Lichtverhältnisse gut sind. Dann wirken die Bilder kraftvoll und gut belichtet. Hier und da allerdings ein wenig unscharf. Ihren Reiz verliert die Digicam bei einsetzender Dunkelheit. Selbst Porträts von Freunden sind dann praktisch nicht mehr möglich, weil das Handy ohne Kameralicht ausgeliefert wird. Weniger gut gefallen zudem die aufgenommenen Videos. Sie vermitteln einen unscharfen, zum Teil stark verpixelten Eindruck. Wer schon einmal mit einer Handykamera hantiert hat, die mit HD-Qualität überzeugen kann, wird von LG Mini enttäuscht sein.


USB-Verbindung versagt im Test

Nicht nachvollziehbar ist zudem, dass das kleine Smartphone von LG sich nicht in der Lage sieht, über die USB-Schnittstelle mit einem PC oder Notebook zu kommunizieren. Weder Windows XP noch Windows Vista oder gar Windows 7 konnten den internen Speicher des Telefons auslesen, um Videos oder Fotos auf den Rechner zu übertragen.

Etwas enttäuschend ist auch der integrierte Akku. Die Bereitschaftszeit liegt nach Herstellerangaben bei 13 Tagen, erreicht bei normaler Nutzung aber nicht einmal eine Woche. Insbesondere bei intensiver Nutzung von WLAN, A-GPS und Kamera verlangt der Akku häufig schon nach acht bis zwölf Stunden nach neuer Energie. Ein Problem das schon beim LG GD510 Pop (Test) zu bemängeln war.

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