Mittwoch, 14.07.2010 13:37

Deutsche Post: E-Postbrief startet ab 55 Cent

aus dem Bereich Sonstiges

Nach langer Vorlaufzeit ist er nun da: der E-Postbrief der Deutschen Post. Ab sofort ist die Buchung der persönlichen E-Post-Adresse möglich. Anders als bei herkömmlichen E-Mails lässt sich diese eindeutig einer bestimmten Person zuordnen. Der Stückpreis ohne Extras beträgt unabhängig von der Zustellungsart 55 Cent. Zum Marktstart haben sich mit der Versicherungsgesellschaft Allianz und dem Software-Konzern SAP zwei weitere Großkunden für das Angebot entschieden.

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Registrierung mit Post-Ident

Eine kostenfreie Registrierung ist unter www.epost.de möglich. Angegeben werden müssen die aktuelle Adresse sowie die Mobilfunknummer. Anschließend erhält der Nutzer eine TAN-Nummer per SMS, mit der sich der elektronische Bestellprozess abschließen lässt. Nach wenigen Tagen kommt ein Formular per Post, mit dem sich jeder Interessent in einer Post-Filiale unter Vorlage des Personalausweises per Postident-Verfahren identifizieren muss. Erst danach wird die E-Post-Adresse rechtsgültig aktiviert. In der Startphase wird nach der Namensreservierung zusätzlich ein weiterer Freischaltcode per Brief zugesandt. Ab November soll dieser Zwischenschritt aber wegfallen.

Die E-Post-Adresse besteht generell aus dem Vor- und Nachnamen des Inhabers. Ist diese Kombination bereits besetzt, wird eine beliebig wählbare Zahl mit maximal vier Ziffern angehängt - Beispiel: Hans.Mustermann.1234@epost.de. Mit dem E-Postbrief sollen Privatpersonen, Unternehmen und Verwaltungen sicher im Internet kommunizieren können. Das elektronische Schriftstück ist – anders als eine E-Mail – genauso verbindlich und vertraulich wie ein normaler Brief. Anonyme Mails, Spam oder Adressdiebstahl sind demnach nicht möglich.

E-Postbrief
Der neue E-Postbrief: elektronisch oder auf Papier ab 55 Cent. Preisliste: Deutsche Post

Elektronische oder klassische Zustellung zum gleichen Preis

Um ein Dokument zu versenden, muss sich der Nutzer auf dem E-Post-Portal im Internet einloggen. Hier erfolgt die Verwaltung aller E-Post-Dienste mit eigenem Postfach. Briefe lassen sich elektronisch wahlweise mit PDF-Anhang und Verschlüsselung sowie klassisch als Papiervariante versenden. Pro E-Postbrief mit maximal drei Seiten werden 55 Cent fällig – egal ob das Dokument lediglich an ein anderes E-Postfach übermittelt oder ausgedruckt, kuvertiert und per Briefbote zugestellt wird. Gegen Aufpreis versendet werden können in den Varianten Kompakt- und Großbrief bis zu 94 Seiten. Zusatzleistungen wie Einschreiben oder Farbausdrucke kosten ebenfalls extra. Die Abbuchung der Portogebühren erfolgt von einem Guthabenkonto, das sich per Lastschrift, Kreditkarte oder giropay aufladen lässt.

Für zusätzliche Sicherheit beim Versand soll jeweils die Eingabe einer zuvor verschickten Handy-TAN sorgen. Darüber hinaus ist das regelmäßige Einloggen auf dem E-Post-Portal notwendig, um den Account zu erhalten. So hat eine "längere Inaktivität" des Nutzers laut Leistungsbeschreibung zunächst eine Herabstufung seiner Rechte zur Folge. Nach einer weiteren Karenzzeit erfolgt anschließend automatisch die Abmeldung. Dabei gehen alle gespeicherten Inhalte verloren. Ob sich der E-Postbrief durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Das Konkurrenzsystem De-Mail von Deutscher Telekom, GMX, Web.de sowie Bundesinnenministerium befindet sich seit wenigen Tagen ebenfalls in der Registrierungsphase und soll preislich deutlich unter 55 Cent liegen. Voraussichtlicher Start des Angebots ist allerdings erst 2011, jedoch soll De-Mail auch von offizieller Seite für Behördenpost verwendet werden.

Christian Wolf
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    Zuletzt kommentiert von r1d1 am 23.07.2010 um 14:18 Uhr
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