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Dienstag, 06.07.2010 17:01

iPhone 4 im Test - Schwächen kosten Topwertung

aus dem Bereich Mobilfunk
Von Hayo Lücke

Seit knapp zwei Wochen ist es unter anderem in Deutschland erhältlich: das neue iPhone 4 von Apple. Es wird hierzulande in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag exklusiv von der Telekom ab 1 Euro angeboten, ist über Umwege aber auch im freien Handel erhältlich. Wer bereit ist, rund 1.000 Euro auf den Tisch zu legen, kann sich das neue Smartphone auch über verschiedene Online-Shops sichern. Nachdem unsere Redaktion erste Eindrücke schon am Tag der Veröffentlichung präsentieren konnte, folgt nun eine etwas ausführlichere Betrachtung. Zwei Wochen haben wir das Handy intensiv auf die Probe gestellt und dabei viele positive Seiten, aber auch wenig erfreuliche Schwächen entdeckt.

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Inhalt:

  1. Design des iPhone 4 & micro SIM
  2. Glasoberfläche & Display
  3. integrierte HD-Kamera
  4. Fazit und Info-Tabelle

Neues Design für das iPhone 4

Eine der grundlegenden Änderungen des iPhone 4: Apple hat das Design erneuert. Das neue iPhone 4 wirkt durch sein deutlich kantigeres Design markanter und sieht allgemein auch mehr nach einem Smartphone aus. Mit einer Länge von 115 Millimetern, einer Breite von 59 Millimetern und einer Tiefe von nur rund 9 Millimetern gehört es zudem zu den flachsten Multimedia-Telefonen, die aktuell am Markt erhältlich sind. Allerdings ist es auch vergleichsweise schwer. Laut Produktdatenblatt bringt es 137 Gramm auf die Waage, in unserem Test waren es samt integrierter SIM-Karte sogar 140 Gramm. Dafür verantwortlich sind die verwendeten Materialien: eine Glasoberfläche auf beiden Seiten und ein Edelstahl-Rahmen, in den auch die Antenne integriert wurde.

Und die Antenne ist auch das wohl größte Problem des gesamten Handys. Sie bereitet nämlich erhebliche Probleme. Wird das Handy in der linken Hand gehalten, kann es unter Umständen passieren, dass die Signalstärke stark abfällt. Unsere Redaktion konnte das Problem, das von verschiedenen Medien aufgegriffen wurde, reproduzieren und in einem Video dokumentieren. Laut Apple handelt es sich um ein Software-Problem, das demnächst mit einem Update behoben werden soll. Warum das Problem allerdings kaum auftaucht, wenn das iPhone 4 in eine Schutzhülle gesteckt wird, darauf konnte Apple bisher keine nachvollziehbare Antwort geben.


Bei aller Kritik wollen wir aber nicht versäumen, zu erwähnen, dass die Antennen-Probleme im Rahmen unseres Tests kaum Auswirkungen auf Sprachverbindungen hatten. Zwar sind hier und da Echos zu vernehmen, ein Gespräch ist aber nie abgebrochen. Anders sieht es bei der Nutzung des mobilen Internet aus. Bedeckt die Hand die linke Seite des iPhone 4, bucht sich das Handy sehr schnell aus dem UMTS-Netz aus und schaltet in den EDGE-Modus. Das wiederum hat zur Folge, dass sich der Seitenaufbau im vorinstallierten Safari-Browser deutlich verlangsamt. In unserem Test hat sich beispielsweise die mobile Website des "kicker" in UMTS-Modus in etwa 5 Sekunden geöffnet, bei einer EDGE-Verbindung dauerte der Seitenaufbau dreimal so lange. Das mobile Surfen macht dann nur halb soviel Spaß.

iphone 4 micro SIM
Erstmals wird im iPhone 4 eine micro-SIM-Karte eingesetzt. Bilder: onlinekosten.de

Umständlicher Wechsel der micro-SIM

Neu ist darüber hinaus, dass das iPhone 4 erstmals mit einer kleineren SIM-Karte betrieben wird. Die so genannte micro-SIM ist nur etwa halb so groß wie eine normale Handy-Chipkarte. Apple-Chef Steve Jobs sagte einst bei der Präsentation seines neuen Smartphone-Flaggschiffs: "Wir brauchten den Platz". Und das macht sich bemerkbar. Wer die SIM in das neue iPhone schieben will, braucht Fingerspitzengefühl. Denn da es nach wie vor nicht möglich ist, beim iPhone den Akku zu wechseln, wird die SIM-Karte über einen speziellen Slot an der rechten Seite in das Handy geschoben. Um den Steckplatz aber überhaupt öffnen zu können, muss mit einer kleinen Nadel hantiert werden. Umständlich und bei häufigem Wechsel der SIM-Karte auch nervig.

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    Zuletzt kommentiert von markus1982 am 07.07.2010 um 10:31 Uhr
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