Samsung Wave
Wer in diesen Tagen den Fernseher einschaltet und die Übertragungen der FIFA Fußball Weltmeisterschaft verfolgt, wird es möglicherweise in Werbespots schon zur Kenntnis genommen haben: das neue Samsung S8500, das auch unter dem Produktnamen Wave vermarktet wird. Es ist seit Ende Mai in Deutschland erhältlich und der Marktstart wird durch eine umfangreiche Werbekampagne begleitet. Das alles geschieht natürlich nicht ohne Grund. Denn das Smartphone soll eines der Highlights von Samsung Mobile im Jahr 2010 werden. Und erste Zahlen zeigen, dass der südkoreanische Elektronikkonzern auf einem guten Weg ist. "Das Wave verkauft sich richtig gut", wusste eine Samsung-Sprecherin zuletzt in München zu berichten. Doch was kann das Handy wirklich? Das haben wir im Rahmen eines mehrwöchigen Langzeittests genauer unter die Lupe genommen.
Inhalt:
- Ein Blick auf Bada und die Apps
- Touchscreen unter der Lupe
- Was kann die integrierte Kamera
- Fazit zum Samsung Wave und Info-Tabelle
Samsung Wave - Erstes Bada-Telefon
Eine der wichtigsten Neuerungen gleich vorweg: das Samsung Wave ist als erstes Handy mit dem neuen Betriebssystem Bada ausgerüstet worden. Der Begriff Bada stammt aus dem Koreanischen, steht für Ozean und soll - so heißt es seitens Samsung - die unendlichen Möglichkeiten einer offenen Handy-Plattform kennzeichnen. Denn jeder Hobby-Programmierer hat die Möglichkeit, eigene Applikationen für das Telefon zu entwickeln.
Diese so genannten Apps werden nach einer Prüfung durch Samsung in einem eigenen App Store veröffentlicht, wo sie gegen eine Gebühr oder in vielen Fällen auch kostenlos heruntergeladen und anschließend auf Handys mit installiertem Bada-Betriebssystem genutzt werden können. Der Samsung App Store präsentiert sich momentan (Ende Juni 2010) aber mit eher mäßig interessanten Inhalten: Noch ist die Anzahl wirklich brauchbarer Apps überschaubar. Namhafte Firmen fokussieren ihre App-Entwicklung derzeit noch sehr stark auf das iPhone von Apple und vernachlässigen so die Nutzer anderer Smartphones.
Bisher nur wenige deutschsprachige Apps
Doch auch wenn Apps von Deutscher Bahn, Lufthansa oder den VZ-Netzwerken aktuell noch fehlen, sind Web 2.0-Inhalte auf dem Samsung Wave nutzbar. Bereits vorinstalliert sind nämlich leicht zu bedienende Applikationen für die Nutzung von Twitter und Facebook. Allerdings können beide Apps nur mit einem einzigen Account verknüpft werden. Bei Facebook mag das noch ausreichen, wer aber beispielsweise einen beruflichen und einen privaten Twitter-Account nutzt, wird schnell darüber fluchen, dass sich die vorinstallierte App für den Micro-Blogging-Dienst in diesem Punkt sehr unflexibel zeigt. Echofon als Alternative? Nicht im Samsung App Store - zumindest bisher nicht.
Mit dem Samsung Wave ist es möglich, Twitter (links), Facebook und einen App-Store zu nutzen. Bilder: onlinekosten.de
Erfreulich ist, dass es problemlos möglich ist, mehrere Anwendungen auf dem Samsung Wave parallel laufen zu lassen. Multitasking und dem integrierten Prozessor mit 1 Gigahertz Taktfrequenz sei Dank. Leichte Probleme bekommt das Handy zum Teil nur dann, wenn richtig speicherfressende Apps genutzt werden - das vorinstallierte Auto-Rennspiel Asphalt 5 zum Beispiel. Grundsätzlich ist die Bedienung sämtlicher Oberflächen aber ohne Probleme möglich. Kein Ruckeln, keine Verzögerungen, alles läuft flüssig und zuverlässig.