Erst im Mai hatte Google auf der Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco mit Android 2.2 alias Froyo die siebte Version seines Handy-Betriebssystems vorgestellt. Rund einen Monat später hat der US-Internetkonzern letzte Tests an der Software abgeschlossen und den Code laut Mitteilung im Google Blog seinen Partnern und Entwicklern als Open Source zur Verfügung gestellt. Diese können das Smartphone-Betriebssystem jetzt nach ihren Bedürfnissen erweitern und für ihre jeweiligen Handys optimieren.
Android 2.2 zuerst für Nexus One
Android 2.2 soll laut Google eine bis zu fünfmal schnellere Browser-Performance bieten und mehr als 20 neue Features mitbringen. Froyo unterstützt nun auch das neue Flash 10.1 und erlaubt Tethering. Damit können Android-Smartphones über USB als Modem für ein Notebook genutzt werden. Apps können jetzt zudem auch auf SD-Karten gespeichert werden. Geschäftskunden profitieren von der erweiterten Unterstützung von Microsoft Exchange, die nun auch die Synchronisation des Kalenders erlaubt und Konten automatisch findet. Als erstes Smartphone soll das Google Nexus One das Update auf Android 2.2 erhalten. Als weitere Modelle sollen laut Google unter anderem die Handys Motorola Milestone, Samsung Galaxy S, HTC Desire und Dell Streak folgen.
Täglich werden 160.000 Android-Smartphones aktiviert
Google gab zudem bekannt, dass täglich weltweit 160.000 neue Android-Handys aktiviert würden. Inzwischen gebe es 60 verschiedene Android-Modelle, die in 49 Ländern rund um den Globus vertrieben würden. Die Nachfrage nach Android-Geräten hätte die Erwartungen bei
weitem übertroffen, die Hersteller kämen mit der Produktion neuer Smartphones kaum hinterher.
Jörg Schamberg