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Donnerstag, 22.07.2010 10:01

Satspeed: Tooway Internet per Satellit im Test

aus dem Bereich Breitband
Von Jörg Schamberg

Ländliche Idylle, viel Natur und ein Breitbandanschluss - das ist in abgelegenen Regionen Deutschlands immer noch häufig unvereinbar. Ein Internetzugang per DSL, Kabel oder auch mobiles Internet per UMTS sind auf dem Land nicht selten noch Fehlanzeige. Als Lösung bieten sich hier Anbieter von Internet über Satellit an. Der Internetzugang aus dem All hat jedoch noch mit Vorurteilen zu kämpfen. Insbesondere Poweruser wie Online-Gamer oder Filesharer finden sich immer wieder als Kritiker dieser Technologie in den verschiedenen Online-Foren ein: Zu langsam und zu teuer lauten die Vorwürfe. Unsere Redaktion hat in einem mehrwöchigen Test nun selbst einen Sat-Internetzugang von satspeed ausgiebig in der Praxis nutzen können. Der Internetdienst der Internetagentur Schott aus dem oberfränkischen Viereth-Trunstadt basiert auf der Tooway-Plattform des Satellitennetzbetreibers Eutelsat. Getestet wurden Internet und Telefonie mit dem Triple Play-Produkt satspeed+, unsere Redaktion verzichtete aber auf die optionale TV-Funktion.

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Übersicht

1. Systemaufbau und Sat-Hardware
2. Deutsche IP und VoIP-Telefonie
3. Surfgeschwindigkeit und Fair-Use-Policy (FUP)
4. Fazit und tabellarische Übersicht

Systemaufbau vom Fachmann

Was erwartet Kunden, wenn sie einen Internetzugang per Satellit bestellen? Die satspeed-Lösung besteht aus einer Satellitenschüssel mit 100 Zentimetern Durchmesser, einer speziellen rückkanalfähigen LNB-Einheit, einem Satelliten-Modem und optional einem VoIP-fähigen Router. Der Aufbau und die Konfiguration der Sat-Anlage vor Ort erfolgt durch einen satspeed-Techniker. Da es sich um ein Zwei-Wege-System handelt, das Rückfragen direkt an den Satellit sendet, muss der Techniker die Sat-Schüssel mit einem Messinstrument exakt auf den Eutelsat-Satelliten Eurobird 3 auf Position 33.1° Grad Ost ausrichten. Freie Sicht nach Südosten sollte gegeben sein. In Deutschland wird das KU-Band für die Datenübertragung genutzt. Die Verkabelung sollte möglichst die Länge von 30 Metern nicht überschreiten, mit Spezialkabeln lassen sich nach Unternehmensangaben aber auch Strecken von bis zu 90 Metern überwinden.

Die Konfiguration durch einen Fachmann ist anzuraten. In den von satspeed angebotenen Pauschaltarifen ab 28,90 Euro monatlich sind die Kosten für Montage und Installation allerdings nicht enthalten. Der Techniker benötigt in der Regel rund zwei Stunden, bis das System einsatzfähig ist. Satspeed stellt über Tooway im Downstream Bandbreiten von bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) bereit. Der Upload von Daten ins Netz erfolgt mit maximal 384 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s).

satspeed Hardware
VoIP WLAN-Router satspeed Box II (li.) und Sat-Modem (re.) Die Sat-Schüssel hat einen Durchmesser von einem Meter (rechtes Bild). Fotos: onlinekosten.de

Satspeed Box II: VoIP-WLAN Router unterstützt Datenkomprimierung

Das Modem und der VoIP-Router wurden für den Test in der Redaktion platziert, ein Notebook per LAN-Anschluss direkt mit dem Router verbunden. Der VoIP-Router satspeed Box II bietet neben vier LAN-Anschlüssen und zwei Telefon-Anschlüssen, WLAN-Funktionalität nach dem 802.11 b/g-Standard, eine integrierte Firewall sowie Einstellungen unter anderem für VoIP und Jugendschutz. Der Zugriff über WLAN erfolgte nach Eingabe des WLAN-Schlüssels problemlos. Als Sat-Modem kommt das für die Eutelsat Tooway-Plattform optimierte ViaSat SurfBeam SM-1101 zum Einsatz. Hier wurden die beiden Kabel für ein- und ausgehende Signale angeschlossen (Receiver und Transmitter).

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    Zuletzt kommentiert von The-Error am 27.02.2012 um 00:42 Uhr
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