Anfang Juli starten die ersten Bundesländer in die Sommerferien. Dies bedeutet Hochsaison für reisefreudige Familien. Doch ein Trip ins Ausland mit Kind und Kegel kann die Reisekasse schnell strapazieren. Sparen lässt sich aber bei den telefonischen Grüßen in die Heimat. Sowohl bei der normalen Handy-Nutzung als auch beim Telefonieren per VoIP gibt es allerdings einiges zu beachten. Unsere Redaktion hat Tipps des VoIP-Anbieters sipgate sowie des Hightech-Branchenverbandes BITKOM zum Telefonieren im Ausland zusammengestellt.
Roaming-Gebühren sinken ab Juli weiter
Aufgrund einer EU-Regelung sind die Roaming-Kosten, also die Gebühren für die Weiterleitung von Anrufen ins Ausland oder aus dem Ausland nach Deutschland, mit einer Obergrenze gedeckelt worden. Noch bis Ende Juni fallen bei abgehenden Gesprächen im Ausland derzeit 51 Cent pro Minute an, ab 1. Juli sinkt der Roaming-Preis innerhalb der EU pro Gesprächsminute auf maximal 46 Cent inklusive Mehrwertsteuer. Für ankommende Gespräche dürfen die Mobilfunknetzbetreiber den Kunden dann statt bislang 23 Cent nur noch bis zu maximal 18 Cent pro Minute für das Roaming berechnen. Der Versand von SMS aus dem Ausland darf zudem maximal 13 Cent kosten. Dies stößt beim BITKOM jedoch auf Kritik, da dieser Betrag noch unter dem typischen Inlandspreis von 19 Cent liege. "Wenn die EU die Preise künstlich niedrig hält, fehlt den Unternehmen Geld für Investitionen in Netzausbau und -qualität", so BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Solche "Preisdikatate" seien langfristig auch für die Verbraucher kontraproduktiv.
Doch auch bei mobilen Datentarifen, der Nutzung des mobilen Internet, hat die EU inzwischen die Entgelte reguliert, die sich Netzbetreiber verschiedener Länder gegenseitig berechnen können. Noch in diesem Jahr soll der Datentransfer pro Megabyte von derzeit maximal 1 Euro auf 80 Cent sinken. Im kommenden Jahr gilt dann eine Obergrenze von 50 Cent pro Megabyte.
Weiter auf Seite 2: Tipps zum Handy-Telefonieren im Ausland"